Weihnachtszeit ist Backzeit - entsprechend schnellt die Nachfrage nach Eiern in die Höhe.
Quelle: Symbolbild Peter Werkman/Unsplash
Die Nachfrage nach Eiern ist dieses Jahr markant gestiegen, die Inlandproduktion jedoch nur langsam gewachsen. Vor Weihnachten schnellt die Nachfrage noch einmal in die Höhe, die verfügbaren Mengen sind knapp – damit verschärfe sich die angespannte Marktlage «nochmals deutlich», schreibt der Schweizer Eierproduzentenverband Gallosuisse in seinem aktuellen Marktbericht.
Um die Versorgung sicherzustellen, werden vermehrt Eier aus dem nahen Ausland importiert. Das vom Bundesamt für Landwirtschaft bereitgestellte Zusatzkontingent von 10’000 Tonnen Schaleneiern dürfte laut Gallosuisse jedoch bis Jahresende voll ausgeschöpft sein.
Die Nachfrage nach Schweizer Eiern wird auch von der Lebensmittelindustrie getrieben. Die geringen Preisunterschiede zwischen Schweizer Eiern und Importeiern haben viele Lebensmittelhersteller veranlasst, auf Schweizer Eier zu setze. Das erhöhe den Druck auf den Markt zusätzlich, so Gallosuisse.
Bei den Bio-Eiern sieht die Lage etwas anders aus: Die Nachfrage ist grösser als letztes Jahr, die laufende Produktion vermag den täglichen Bedarf zu decken. Es fehlen jedoch Mengen für den Aufbau der Rohwarenlager für das Kochen und Färben, schreibt Gallosuisse. «Bereits heute ist absehbar, dass zu Ostern 2026 mit einer Unterproduktion und entsprechenden Kürzungen gerechnet werden muss.»
Rekordpreise in der EU
In der EU steigt die Nachfrage nach Eiern ebenfalls an, gleichzeitig mussten wegen der Vogelgrippe rund 2,5 Millionen Hühner gekeult werden. Die Angebotskrise gipfelt in historisch hohen Preisen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise um mehr als 20 % höher. In Belgien, einem der grössten europäischen Eierproduzenten, wurde ein Allzeithoch von 18,46 Eurocent pro Ei erreicht – ein Plus von etwa 120% gegenüber dem Durchschnittspreis der Jahre 2020 bis 2024, wie Gallosuisse schreibt.