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Zuckerfabrik Frauenfeld: Kalkofen definitiv ausser Betrieb

Der Kalkofen der Zuckerfabrik Frauenfeld ist derart kaputt, dass sich eine Reparatur nicht lohnt. Für die laufende Kampagne will die Schweizer Zucker AG die Betriebsstoffe, die der Kalkofen lieferte, extern zukaufen.

Der Kalkofen in Frauenfeld wird nicht mehr in Betrieb genommen - eine Reparatur lohnt sich nicht.

Quelle: zVg

Seit dem 23. November 2025 steht die Produktion in der Zuckerfabrik Frauenfeld still. Grund war ein unerwarteter technischer Defekt am Kalkofen, der ein zentrales Element in der Zuckerherstellung ist (siehe Mehr zum Thema). Die Untersuchung des Ofens zeige, dass sich eine Reparatur ökonomisch nicht mehr lohne, teilt die Schweizer Zucker AG mit. Der Kalkofen werde somit stillgelegt und in absehbarer Zeit rückgebaut.
Die Schweizer Zucker AG versucht für die laufende Kampagne, die notwendigen Betriebsstoffe, die normalerweise der Kalkofen liefert, extern zu besorgen. Es handelt sich dabei um gebrannten Kalk und Kohlenstoffdioxid. Gelinge dies, könne die Fabrik – zumindest reduziert – wieder in Betrieb genommen werden, der Zeitpunkt dafür sei noch offen, heisst es in der Mitteilung weiter. Zur Sicherstellung der Durchführung künftiger Kampagnen ab 2026 würden jetzt schon Optionen geprüft, die vom Neubau eines Kalkofens bis hin zu einer dauernden externen Zuführung der Betriebsstoffe reichten.
Kampagne dauert länger
Der Ausfall des Werks in Frauenfeld trifft die Schweizer Zucker AG zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Kampagne ist erst zu zwei Dritteln abgeschlossen, und es warten noch rund 580’000 Tonnen Rüben auf ihre Verarbeitung. Die Rüben werden jetzt per Bahn ins zweite Werk der Schweizer Zucker AG in Aarberg gebracht. Die dortige Fabrik ist laut Schweizer Zucker AG aber bereits mit den Rübelieferungen der Westschweiz gut ausgelastet. Es werde deshalb zu Verzögerungen kommen. Die Rübenkampagne dauere damit bis über den Januar hinaus.
Zu den finanziellen Auswirkungen des Stillstands können noch keine Angaben gemacht werden. Nach wie vor seien der Zuckerverkauf und die damit verbundenen Lieferungen an die Kunden von diesem Vorfall nicht betroffen, betont die Schweizer Zucker AG.

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