EU-Kommission bewilligt Kellanova-Übernahme
Mars kann Kellavova übernehmen: Die EU-Kommission sieht keinen Anlass für wettbewerbsrechtliche Bedenken.
Die EU-Kommission gibt grünes Licht für die Übernahme von Kellanova (Pringles, Kellogg's) durch Mars (Mars, Snickers, Ben's Original, Airwaves, Whiskas), ohne Auflagen. Man habe zwar Hinweise gefunden, dass Mars und Kellanova über eine gewisse Marktmacht in mehreren Produktmärkten hätten, schreibt die Kommission. Das neue Unternehmen sei in der Lage, in Verhandlungen mit Detailhändlern verschiedene Produktkategorien miteinander zu verknüpfen. Die Informationen liessen aber nicht den Schluss zu, dass die geplante Übernahme die Verhandlungsmacht von Mars gegenüber den Detailhändlern stärken würde.
Die Markentreue von Konsumenten gegenüber den Produkten von Mars und Kellanova sei nicht so stark, dass Konsumenten den Laden erster Wahl wechseln würden, wenn die Produkte nicht mehr verfügbar seien, schreibt die Kommission weiter. Man habe keine ausreichenden Belege für die Vermutung, dass Konsumenten für den Kauf des gesamten Warenkorbs den Laden wechseln würden, wenn die Produkte von Mars und Kellanova nicht mehr im Angebot wären. Wenn es diesen sogenannten «Warenkorbeffekt» geben würde, wäre dies für Detailhändler nachteilig und könnte sie dazu veranlassen, höhere Preise zu akzeptieren.
Die Übernahme wurde im Mai bei der EU-Kommission angemeldet, Ende Juni startete die Kommission eine Untersuchung. Die Untersuchung wurde zwischenzeitlich pausiert, wil der Kommission wichtige Informationen fehlten. Die US-Kartellbehörden bewilligten den Deal Ende Juni.