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Yeastup nimmt industrielle Produktion in Lyss auf

Das Schweizer Startup Yeastup AG hat im Dezember 2025 am Standort Lyss (BE) den industriellen Betrieb seiner Produktionsanlage aufgenommen.

In der umgebauten ehemaligen Molkerei können derzeit rund 40 Hektoliter überschüssige Brauereihefe pro Stunde verarbeitet werden. Der Produktionsstart markiert den Übergang vom Pilot- zum industriellen Massstab. Parallel bereitet das Unternehmen eine Series-A-Finanzierungsrunde vor. Schon vor einem Jahr hat sich das Startup in einer Finanzierungsrunde 8,9 Millionen Franken gesichert.
10 Millionen Franken Investitionen in patentiertes Verfahren
Yeastup gewinnt aus überschüssiger Bierhefe das funktionelle Protein Yeastin sowie den Ballaststoff UpFiber Beta-Glucan. Die Technologie wurde über mehrere Jahre in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entwickelt. In die Entwicklung des patentierten Verfahrens investierte das Unternehmen rund 10 Mio. Franken Risikokapital.
Yeastin® ist für Anwendungen in der Sports Nutrition, als Emulgator sowie als Ei-Ersatz in Backwaren vorgesehen. Das Protein übernimmt funktionelle Eigenschaften, die in konventionellen Rezepturen häufig durch Kollagenhydrolysat erfüllt werden, etwa Textur, Feuchtigkeitsbindung und Mundgefühl. Aufgrund des geringeren ökologischen Fussabdrucks positioniert Yeastup das Ingredient als Alternative zu tierischen und pflanzlichen Proteinen.
Am Standort Lyss beschäftigt Yeastup derzeit 16 Mitarbeitende. Die Produktionsfläche umfasst rund 1700 m². Die Kapazität wurde bereits von 1600 auf 4000 Liter Hefe pro Stunde erhöht. Anfang 2026 soll der reguläre industrielle Betrieb mit einer 24/7-Produktion starten.
Fokus auf Skalierung und Markterschliessung
Nach Abschluss der Innosuisse-Förderung im Jahr 2025 richtet Yeastup den Fokus auf weitere Skalierung, Produktentwicklung und internationale Markterschliessung. Mit der geplanten Series-A-Finanzierung sollen der Kapazitätsausbau abgesichert und strategische Partnerschaften aufgebaut werden.

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