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Kinderwerbung für Ungesundes: Bund drängt auf Selbstregulierung

Der Bund will die Lebensmittel- und Werbebranche dazu bringen, freiwillig ihre an Kinder gerichtete Werbung für zu süsse, salzige oder fettige Lebensmittel zu reduzieren.

Der Bund will Kinder auch im Internet vor Werbung für Lebensmittel mit zu viel Zucker, Salz und Fett schützen.

Quelle: Symbolbild Vitaly Gariev/Unsplash

Das Bundesamt für Lebensmittelwirtschaft und Veterinärwesen (BLV) hat Vertreter der Schweizer Detailhändler, Lebensmittelhersteller und der Werbebranche am 17. Dezember zu einem technischen Runden Tisch geladen. Der Grund: Das Bundesamt will die Branche dazu bringen, ihre an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel freiwillig einzuschränken. Im Gegenzug will der Bund «vorerst» auf eine gesetzliche Regelung der Kinderwerbung verzichten. So steht es in einer Präsentation, die das BLV am Anlass zeigte und nachträglich veröffentlichte (Sie finden sie hier). Am runden Tisch nahmen unter anderem Nestlé, Migros, Coop, Coca-Cola, McDonald's, Mars, Emmi und Goldbach teil.
Das BLV hat den Branchenvertreter eine Reihe von Kriterien vorgelegt, die eine freiwillige Selbstregulierung aus Sicht des Bundes erfüllen muss: Alle relevanten Akteure der Lebensmittel- und Werbebranche müssten daran teilnehmen, schreibt das BLV. Die Regulierung müsse alle relevanten On- und Offline-Werbekanäle abdecken, über die Kinder zahlreich und gezielt erreicht werden, wie zum Beispiel Fernsehen, Internet, Social Media, Online-Games oder Plakate in der Nähe von Schulen und -Spielplätzen. Welche Lebensmittel und Getränke nicht beworben werden dürften, müsse anhand der Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegt werden. Schliesslich müsse eine Selbstregulierung durch den Bund kontrolliert werden können und es brauche Sanktionen bei Nichteinhaltung.
Die Lebensmittel- und Werbebranche habe nun Zeit, die geforderten Kriterien zu prüfen, schreibt das BLV auf seiner Website. Konkret gehe es darum, eine Altersgrenze festzulegen (13 Jahre oder jünger), ein Monitoringsystem einzurichten und klare Konsequenzen festzulegen.
Warum eine Reduktion der Werbung?
Mit der freiwilligen Selbstregulierung will das BLV dem Übergewicht und der Fettleibigkeit von Kindern den Kampf ansagen. Eines von fünf Kindern in der Schweiz sei übergewichtig oder fettleibig. Das steigere erheblich das Risiko, dass Krankheiten wie Diabetes Typ 2 («Alterszucker») oder Herzkreislauferkrankungen entstünden, so das BLV. Werbung für Süssigkeiten, Snacks und Süssgetränke beeinflusse das Essverhalten von Kindern und fördere den Verzehr kalorienreicher Lebensmittel und Getränke, argumentiert das BLV.

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