PFAS können etwa über Klärschlamm auf Wiesen gelangen und von dort in Nutztiere und deren Erzeugnisse wie Milch oder Fleisch.
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Der Bundesrat hat am 19. Dezember 2025 einen Bericht in Erfüllung des Postulats 22.4585 Moser gutgeheissen und damit den Weg für einen nationalen Aktionsplan gegen per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) und andere langlebige Chemikalien freigemacht. Bund und Kantone hätten bereits verschiedene Massnahmen zur Reduktion der PFAS-Belastung ergriffen oder geplant, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Der Bericht komme jedoch zum Schluss, dass es angesichts der aktuellen und künftigen Herausforderungen eine stärkere Koordination und Bündelung der Arbeiten braucht. Zudem soll die Bevölkerung besser über PFAS informiert werden.
Daher will der Bundesrat einen Aktionsplan lancieren, um die Belastungen von Mensch und Umwelt durch PFAS und andere langlebige Stoffe so weit wie möglich zu vermeiden und bereits bestehende Belastungen nicht weiter zu erhöhen. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) wird den Aktionsplan ausarbeiten und ihn bis Ende 2027 dem Bundesrat vorlegen. Dabei sollen die Kantone eng in die Arbeiten einbezogen werden.
PFAS umfassen mehrere tausend Stoffe, die wegen ihrer fett-, schmutz- und wasserabweisenden Eigenschaften seit Jahrzehnten in zahlreichen Produkten wie Textilien, Lebensmittelverpackungen oder Feuerlöschmitteln eingesetzt werden, wie es in einer Mitteilung des Bundesrates heisst.
Da PFAS kaum abbaubar sind, reichern sie sich in der Umwelt und in Organismen an und können die Gesundheit schädigen. Entsprechend ist die Belastung in der ganzen Schweiz messbar, mit besonders hohen Konzentrationen an sogenannten Hotspots wie Deponien, Industrieanlagen oder Brandorten.
Erst kürzlich hat eine schweizweite Untersuchung von tierischen Lebensmitteln gezeigt, dass sich die sogenannten Ewigkeitschemikalien in allen Produktkategorien in geringen Mengen nachweisen lassen. Die Höchst- und Richtwerte für PFAS werden jedoch kaum überschritten (
foodaktuell berichtete).