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Zuckerpreis sinkt - EU-Hersteller fordern Intervention

Zuckerpreise in Europa sind seit Ende 2023 um 38 % gefallen. Die Branche schlägt Alarm: Fabrikschliessungen, geringere Anbauflächen und ein Produktionsrückgang setzen EU-Hersteller massiv unter Druck.

Der weltweite Preisverfall auf dem Zuckermarkt trifft die europäische Zuckerbranche hart. Seit Dezember 2023 sind die Preise um 38 % gefallen – ein Niveau, das Branchenvertreter als «untragbar» bezeichnen. Die Vereinigung der europäischen Rübenanbauer (CIBE) und der Verband der Europäischen Zuckerindustrie (CEFS) warnen vor den Folgen, wie das Onlineportal topagrar schreibt: Fünf Zuckerfabriken mussten 2025 bereits schliessen, weitere stehen vor dem Aus. «Die durchschnittlichen Zuckerpreise in Europa sind seit ihrem Höchststand im Dezember 2023 um 38 % gefallen und haben ein untragbares Niveau erreicht», schreiben die CIBE und die CEFS.
Besonders problematisch: Die Zuckerproduktion in der EU soll laut US-Agrarministerium (USDA) im kommenden Wirtschaftsjahr 2025/26 um 5 % sinken, vor allem wegen einer um 8 % geschrumpften Anbaufläche in wichtigen Erzeugerländern wie Frankreich und Deutschland. Gleichzeitig soll die Produktion in Brasilien um 700'000 Tonnen auf 44,4 Mio. Tonnen steigen, in Indien wird ein Wachstum um 26% auf 35,5 Mio. Tonnen erwartet. In Thailand soll die Produktion um 2 % auf 10,3 Mio. Tonnen steigen – weltweit wird ein Rekordvolumen von 189,3 Mio. Tonnen erwartet.
Die europäischen Verbände fordern nun ein Eingreifen der EU. Insbesondere sollen zollfreie Zuckerimporte über die sogenannte «Inward Processing Procedure» (IPP) gestoppt und preisstabilisierende Massnahmen geprüft werden.
Auch der Branchenriese Südzucker rechnet mit einem langfristig angespannten Marktumfeld. Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet das Unternehmen keinen Aufschwung im Segment Zucker – trotz moderat höherem EBITDA.

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