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Migros setzt auf kleinere Filialen und Nähe zur Kundschaft

Die Migros will neue Filialen eröffnen. Dabei sei der Umsatz im Kerngeschäft 2025 zurückgegangen. Das und weitere Pläne erklärt Präsidentin Ursula Nold im Interview mit der «Schweiz am Wochenende».

Ursula Nold.

Quelle: zVg

Bis 2029 will die Migros 140 neue Filialen eröffnen. Diese seien kleiner, weil die Migros «näher zu den Menschen, in die Quartiere» gelangen wolle, erklärte Nold in der «Schweiz am Wochenende». Kleinere Filialen gewännen an Bedeutung, weil sich das Einkaufsverhalten verändert habe. Und auch wenn etwa in einem neuen Geschäft in Spreitenbach nur noch eine bediente Kasse sei, bleibe der Detailhandel ein «personalintensives Geschäft».
Mittlerweile seien die grossen Veränderungen vollzogen und die Migros konzentriere sich auf die vier strategischen Geschäftsfelder. Dabei räumt die Präsidentin ein, bei der Kommunikation rund um den Umbau Fehler gemacht zu haben. «Aber die Entscheidungen waren richtig.» Durch den Filial-Ausbau sollen wieder neue Stellen geschaffen werden. Im Jahr 2025 sei der Umsatz im Kerngeschäft leicht gesunken. «Das war absehbar: Wir haben die Preise im Umfang von 500 Millionen Franken gesenkt; kurzfristig wirkt sich das negativ auf den Umsatz aus.»
Mittelfristig sollen die Massnahmen aber helfen, wieder zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen. Für 2025 erwartet die Migros insgesamt ein solides Ergebnis. «Unter dem Strich war es ein sehr gutes Jahr», so Nold. Die Genossenschafter sollen künftig stärker in die neue Vision der Migros eingebunden werden. «Die Digitalisierung macht es möglich, die Meinung der Genossenschafter besser einzuholen. Wir wollen ihnen einen Teil des Erfolgs zurückgeben und sie daran teilhaben lassen», erklärte die Präsidentin. So solle beispielsweise Kundinnen und Kunden, die konsequent im Migros-Ökosystem unterwegs sind - also einkaufen, Gesundheitsangebote und Bankdienstleistungen nutzen - bessere Konditionen bekommen. Wie genau das umgesetzt werden soll, liess Nold offen.

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