Milchproduktion liegt über dem Vorjahr
Die Milchproduktion per Ende September 2025 lag mit 2’573’804 Tonnen gemäss TSM um 1,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
Eine genaue Prognose bis zum Jahresende zu stellen, ist nicht möglich. Christa Brügger, Leiterin Kommunikation SMP, sagt dazu: «Aufgrund der aktuellen Marktentwicklung rechnen wir aber mit einer Milchmenge gegen 2 Prozent über Vorjahr, mit einer klaren Zunahme mit plus 3 bis 4 Prozent pro Monat in der zweiten Jahreshälfte, vor allem aufgrund des guten Futters.»
Weltweit gibt es derzeit eine Mehrproduktion von Milch bei gleichzeitig etwas gedämpfter Nachfrage. Das führte insbesondere bei den Butterpreisen zu einem Einbruch international und in Europa.
Im September betrug der Standardproduzentenpreis laut dem Milchpreismonitoring der SMP 71,48 Rappen. Das sind 0,12 Rappen weniger als im September 2024. Der Mittelwert der 12 Vormonate lag im September bei 67,58 Rappen und damit um 0,86 Rappen höher als im September 2024.
Am 15. Dezember 2025 beschloss die Branchenorganisation Milch den Richtpreis für A-Milch um 4 Rappen auf 78 Rappen pro Kilogramm zu senken. Der neue Richtpreis gilt bis Ende 2026. Als Begründung nennt die Branchenorganisation insbesondere die sehr stark sinkenden Preise auf den internationalen Märkten.
Stabiler Milchkuhbestand nach jahrelangem Rückgang
Der Milchkuhbestand lag per Ende Oktober 2025 bei 521’639 Tieren. Damit blieb der Bestand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit -0,3 Prozent relativ stabil. Bereits im Vorjahr wiesen die Milchkühe einen stabilen Bestand auf. In der Vergangenheit ist der Bestand jedes Jahr um 1 Prozent gesunken.
«Dieses Jahr war sicher ein herausforderndes Jahr – ein wichtiger Faktor waren die US-Zölle, aber auch generell das Umfeld mit Preisdruck auf dem EU-Markt oder der Wechselkursproblematik unter anderem beim US-Dollar», so Christa Brügger. Die USA sind ein wichtiger Exportmarkt für Schweizer Käse. Die Strafzölle der USA setzten deshalb die Exporte und damit die gesamte Schweizer Milchwirtschaft etwas unter Druck. Der Absatz auf dem Inlandmarkt ist aber gut.
Um den Milchmarkt zu entlasten, beschloss die Branchenorganisation Milch Massnahmen. So gibt es eine Exportstützung für insgesamt 3’530 Tonnen Butter und 2’000 Tonnen Rahm. Bezahlt wird diese Stützung über den Fonds Regulierung.