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Appetitzügler fordern Lebensmittelindustrie heraus

GLP-1-Medikamente wie Ozempic oder Wegovy beeinflussen das Einkaufsverhalten messbar – mit Folgen für Kategorienmix, Impulskäufe und die Produktentwicklung in der Lebensmittelbranche.

Appetitzügelnde GLP-1-Medikamente führen laut einer neuen Studie der US-amerikanischen Cornell University zu signifikanten Veränderungen im Einkaufsverhalten. Innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Einnahme sinken die Ausgaben von Haushalten für Lebensmittel im Durchschnitt um 5,3 Prozent – bei höheren Einkommen sogar um 8,2 Prozent. Besonders betroffen sind kalorienreiche, stark verarbeitete Produkte wie salzige Snacks, Süsswaren oder Backwaren. Auch Basisprodukte wie Brot, Fleisch und Eier verzeichnen Rückgänge, wie das Portal foodbev mit Bezug auf die Cornell University berichtet.
Lediglich wenige Kategorien wie Joghurt, frisches Obst oder proteinreiche Snackprodukte legen leicht zu – getrieben von funktionalem Nutzen wie Sättigung, Verdauungsgesundheit oder Nährstoffdichte. Selbst Ausgaben in Schnellrestaurants und Cafés gehen um 8 Prozent zurück. Die Daten zeigen: Es wird weniger oft gegessen – nicht anders.
Für Hersteller bedeutet das: Volumenstarke Rezepturen, die auf Genuss und Wiederholung abzielen, stehen unter Druck. Klassische Reformulierungen reichen womöglich nicht aus. Stattdessen sind kleinere Portionen, funktionale Inhalte und neue Nährwertstrategien gefragt.
Da viele Konsumenten die Medikamente nach einiger Zeit wieder absetzen und dann zu alten Essmustern zurückkehren, entsteht eine fragmentierte Nachfrage, die Produktportfolios differenzierter gestalten muss.

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