Die GLUG 2026 findet am 5. und 6. Februar in der Alten Reithalle in Aarau statt.
Quelle: RUUF AG
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GLUG hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Treffpunkt für die Schweizer Getränkewirtschaft etabliert. Im Fokus stehen Austausch, Wissenstransfer und Innovation – über Getränkekategorien hinweg. Ob Bier, Wein, Spirituosen, alkoholfreie Getränke oder Fruchtweine: Die Messe bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab, von Rohstoffen und Verarbeitung über Verpackung, Logistik und Qualitätssicherung bis hin zu Vermarktung und Nachhaltigkeit.
Ein besonderer Reiz der GLUG liegt in ihrer Kombination aus Ausstellung, Fachvorträgen und Networking. Die kurzen Wege und das kompakte Format fördern persönliche Gespräche und neue Kooperationen – genau das, was eine Branche im Wandel braucht.
Cider im Aufwind: Renaissance einer traditionsreichen Kategorie
Ein eindrückliches Beispiel für diesen Wandel ist Cider. In der Schweiz erlebt der vergorene Apfelsaft seit einigen Jahren eine bemerkenswerte Renaissance. Aufbauend auf einer jahrhundertealten Obstbaukompetenz entstehen heute zahlreiche zeitgenössische Interpretationen: von säurebetont und trocken über fruchtig-frisch bis hin zu komplexen, bitteren Varianten. Auch alkoholfreie Cider gewinnen stark an Bedeutung.
Die Vielfalt zeigt sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in den Gebinden – von Dosen für unterwegs über klassische Bügelflaschen bis zu eleganten Weinflaschen. Laut Branchenvertretern steht Cider in der Schweiz erst am Anfang einer Entwicklung, vergleichbar mit der Craft-Bier-Bewegung vor rund zehn Jahren.
Swiss Cider Summit: Austausch und gemeinsame Visionen
An diese Dynamik knüpft der Swiss Cider Summit an, der im Rahmen der GLUG stattfindet. Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2025 folgt am 6. Februar 2026 die zweite Ausgabe. Ziel ist es, Produzentinnen und Produzenten aus allen Regionen der Schweiz sowie branchennahe Akteure zusammenzubringen.
Im Zentrum stehen Marktentwicklungen, zukünftige Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze. Der erste Teil des Programms widmet sich strategischen Fragen, während im zweiten Teil Fachwissen vermittelt wird – unter anderem mit Einblicken in die Welt der Hefen. Der Summit versteht sich bewusst als Plattform für Zusammenarbeit: Gemeinsam sollen Innovationen schneller vorangetrieben und neue Zielgruppen erschlossen werden.
Pre-Opening mit Frühstück und PET-Talk
Der Freitag, 6. Februar, beginnt mit einem exklusiven Pre-Opening. Ab 8.30 Uhr sind Fachbesucherinnen und -besucher zu einem Flying Frühstück eingeladen. Es folgt der PET-Talk, moderiert von Roland Wyss, Chefredaktor von foodaktuell.
Im Mittelpunkt stehen Automatisierung, Digitalisierung und nachhaltige Verpackungslösungen. Referenten aus Industrie und Technologie beleuchten unter anderem energieeffiziente Produktionskonzepte, ergonomische Arbeitsplätze, Design for Recycling sowie die Auswirkungen der EU-Verpackungsverordnung auf die Schweizer Getränkebranche. Das Pre-Opening bietet damit nicht nur fachliche Impulse, sondern auch frühe Networking-Möglichkeiten vor der offiziellen Messeeröffnung um 10 Uhr.
Wissen, Technologie und Innovation im Rahmenprogramm
Auch darüber hinaus bietet die GLUG ein vielseitiges Fachprogramm. Thematisiert werden unter anderem moderne Filtrationstechnologien für Wein, Bier, Säfte und Sirupe, neue Ansätze in der Qualitätssicherung mit schneller mikrobiologischer Analytik sowie Fortschritte in der Getränkeanalytik – von alkoholfrei bis hochprozentig.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Innovationen und Start-ups. Im Innovationsforum präsentiert Swiss Food Research ausgewählte Jungunternehmen und Projekte aus der Schweizer FoodTech-Szene. Sie zeigen, wie Forschung, Unternehmertum und Nachhaltigkeit zusammenwirken können, um die Ernährung und Getränkeproduktion der Zukunft ressourcenschonend und genussvoll zu gestalten.
Neue Rohstoffe für Bier und Getränke
Zukunftsweisend ist auch der Blick auf alternative Rohstoffe. Vorgestellt wird unter anderem ein neuartiges Hopfenprodukt, das die Eigenschaften von Grünhopfen nahezu vollständig erhält und besonders aromaintensive Biere ermöglicht. Ergänzt wird dies durch Konzepte für regenerativen Hopfenersatz auf Basis von Nutzhanf. Angesichts des klimabedingt rückläufigen Hopfenertrags eröffnen solche Ansätze neue Perspektiven für Brauereien und Getränkehersteller – inklusive Degustationen und direktem Austausch mit den Entwicklern.