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Teure Schokolade: bitter für Kunden, süss für Lindt&Sprüngli

Der Premiumschokolade-Hersteller Lindt & Sprüngli legt am kommenden Dienstag die Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Er dürfte trotz kräftiger Preiserhöhungen seine Wachstumsziele erreicht respektive übertroffen haben.

Der Lindt-Shop in Kilchberg.

Quelle: Lindt & Sprüngli

Der Schweizer Edelschokoladen-Betrieb verfolgt eine aggressive Preisstrategie. Analysten zufolge erhöhte er im letzten Jahr die Preise um satte rund 18 Prozent, unter anderem um die gestiegenen Kosten für Rohstoff wie Kakao auszugleichen.
Die Preisaufschläge sind nicht unumstritten. Zwar hat Lindt & Sprüngli im Luxusschokoladesegment eine starke Marke und folglich eine hohe Preissetzungsmacht. Einige Investoren befürchteten zuletzt allerdings, dass die anhaltende Volumenschwäche das Wachstum ab 2026 bremsen könnte.
Wegen der Preiserhöhungen greifen doch nicht mehr alle Konsumenten so herzhaft zu wie bisher. Die verkauften Mengen gehen folglich zurück. Analysten rechnen mit gegen 6 Prozent Volumenrückgang fürs letzte Jahr.
Keine Preissenkungen in Sicht - im Gegenteil
Viele Analysten sehen Sprünglis Preispolitik trotzdem als gelungenen Balanceakt, der Margen und Ergebnis stützt, unterstützt durch kleinere Verpackungseinheiten und Produktinnovationen. Sie rechnen damit, dass die deutlichen Aufschläge zur Kompensation der hohen Kakaokosten die rückläufigen Absatzmengen mehr als ausgeglichen haben. Im ersten Halbjahr war das Unternehmen gut unterwegs, das zweite Halbjahr sollte noch besser ausfallen.
Einen substantiellen Anteil seines Umsatzes macht das Kilchberger Unternehmen in Nordamerika. Die USA gelten als grösster Schokolademarkt der Welt. In den USA entwickelte sich das Geschäft nach Einschätzung von Marktbeobachtern besser als der Gesamtmarkt, begleitet von Marktanteilsgewinnen. Hinweise aus dem Weihnachtsgeschäft deuten zudem auf ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum hin.
Der Kakaopreis ist zwar jüngst wieder merklich gesunken und hat sich auf hohem Niveau eingependelt. Die Kunden dürfen trotzdem bis auf Weiteres keine tieferen Preise erwarten. Im Gegenteil. Gemäss Schätzungen könnte Lindt & Sprüngli die Preise im laufenden Jahr nochmals um 7 Prozent erhöhen.
Gemäss Lindt dauert es, bis sich die Entspannung bei den Rohstoffkosten in den Endkundenpreisen niederschlägt. Lindt bezieht Kakao langfristig, das heisst, die Einkaufspreise werden über Monate im Voraus vereinbart. Analysten erwarten, dass Lindt & Sprüngli ab 2026 oder 2027 den Spielraum der gesunkenen Kosten zudem nutzt, um teilweise mehr in Marketing und Absatzförderung zu investieren.

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