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Deutschland: SPD fordert Entlastung bei Lebensmittelpreisen

Mit einem Aktionsplan will die SPD die steigenden Lebensmittelpreise bekämpfen – darunter ein freiwilliger „Deutschlandkorb“ im Handel. Industrie und Handel kritisieren den Vorstoss scharf.

Die SPD-Bundestagsfraktion will mit einem neuen Konzept auf die anhaltend hohen Lebensmittelpreise reagieren und Verbraucher spürbar entlasten. Kernpunkt ist der Vorschlag eines «Deutschlandkorbs»: Supermärkte und Discounter sollen auf freiwilliger Basis günstige, preisstabile Grundnahrungsmittel aus deutscher Produktion anbieten, wie LZ-net berichtet.
Laut SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher könne so eine bezahlbare Grundversorgung sichergestellt werden. Der Vorschlag ist Teil eines dreistufigen Massnahmenpakets, das ausserdem eine staatliche Preisbeobachtungsstelle und ein härteres Vorgehen gegen Mogelpackungen vorsieht.
Shrinkflation und Skimpflation – also versteckte Preiserhöhungen durch kleinere Packungsgrössen oder minderwertigere Zutaten – müssten klar gekennzeichnet werden, fordert die SPD. Zudem solle eine Preisbeobachtungsstelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette Transparenz schaffen.
Verbraucherschützer wie Ramona Pop (Verbraucherzentrale Bundesverband, vzbv) begrüssen den Vorstoss, Handel und Industrie hingegen lehnen ihn ab. Christoph Minhoff vom Lebensmittelverband verweist auf bestehende günstige Angebote im Discountbereich und bezeichnet die Idee als überflüssig. Auch der Handelsverband Lebensmittel BVLH warnt vor staatlichen Eingriffen in die Preisbildung und sieht den politischen Hebel eher bei Steuererleichterungen für Unternehmen.

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