5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

EU-Prüfer finden Lücken bei Olivenöl-Kontrollen

Der Europäische Rechnungshof sieht Defizite bei Kontrollen von Olivenöl: Während Pestizidtests meist funktionieren, hapert es bei anderen Verunreinigungen, Importware und der Rückverfolgbarkeit.

Die EU ist der weltweit grösste Produzent und Exporteur von Olivenöl.

Quelle: zVg

Die Kontrollsysteme der EU für Olivenöl weisen nach Ansicht des Europäischen Rechnungshofs erhebliche Schwächen auf. Zwar seien die Kontrollen auf Pestizidrückstände bei Olivenöl aus EU-Produktion klar geregelt und funktionierten im Allgemeinen gut. Bei anderen Verunreinigungen, bei Importware sowie bei der Rückverfolgbarkeit bestünden jedoch deutliche Lücken. Teilweise seien Vorschriften unklar, etwa zu gemischten Ölen oder zur Überprüfung der Rückverfolgbarkeit, schreibt der Rechnungshof in einer Mitteilung.
Olivenöl ist ein zentrales Agrarprodukt der EU. Die EU ist der weltgrösste Produzent (61 Prozent des Weltmarktes) und der grösste Exporteur (65 Prozent. Der gute Ruf von «nativem Olivenöl extra» und anderen Kategorien sei wirtschaftlich entscheidend, betonen die Prüfer. Verbraucher müssten sich darauf verlassen können, dass Kennzeichnung, Qualität und Lebensmittelsicherheit eingehalten werden.
Die EU-Vorschriften legen Mindestanforderungen für Kennzeichnung, Kategoriekontrollen und Pestizidprüfungen fest. In der Praxis seien Konformitätskontrollen jedoch teils unvollständig und risikobasierte Stichproben erfassten nicht alle Marktsegmente. Besonders kritisch sehen die Prüfer die uneinheitlichen Kontrollen auf andere Verunreinigungen sowie fehlende oder nur sporadische Prüfungen bei Olivenöl-Importen aus Drittländern, obwohl diese rund neun Prozent der EU-Erzeugung ausmachen.
Unterschiede zeigen sich auch bei der Rückverfolgbarkeit: Während Länder wie Spanien und Italien elektronische Register entlang der Lieferkette nutzen, ist die grenzüberschreitende Nachverfolgung – insbesondere bei Mischungen aus mehreren Ländern – schwierig. Zudem habe die EU-Kommission nur einen begrenzten Überblick über die nationalen Kontrollsysteme.
Der Sonderbericht «Kontrollsysteme für Olivenöl in der EU: Ein umfassender Rahmen, der jedoch nicht einheitlich angewandt wird» sowie ein Kurztext mit den wichtigsten Fakten und Feststellungen stehen auf der Website des Europäischen Rechnungshofs zur Verfügung.

Eigeninserat Veranstaltungen Eigeninserat Veranstaltungen

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz