5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Fünf Fragen an Lindt-CEO Lechner: Was kostet Schokolade in fünf Jahren?

Der Preis für Schokolade wird auch 2026 weiter steigen. Lindt-&-Sprüngli-CEO Adalbert Lechner ist im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP zuversichtlich, dass sich die zuletzt rückläufigen Verkaufsmengen mittelfristig erholen.

Lindt-CEO Adalbert Lechner.

Quelle: zVg

Eine Tafel Excellence-Schokolade von Lindt kostet heute 4,80 Franken - 50 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Was kostet die Tafel in fünf Jahren?
Adalbert Lechner: In dem aktuell volatilen Umfeld können wir keine Prognosen abgeben. Was wir sagen können: Der Kakaopreis ist aktuell immer noch zweieinhalbmal so hoch wie der langjährige Schnitt.
Sie werden also die Preise 2026 trotz gesunkenem Kakaopreis weiter erhöhen?
Angesichts der aktuellen Kakaopreise gehen wir davon aus, dass 2026 weitere Preisanpassungen erforderlich sein werden, diese aber deutlich niedriger ausfallen werden als 2025. Wir betreiben eine vorausschauende Einkaufsstrategie und beziehen Kakao langfristig, um stets eine uneingeschränkte Verfügbarkeit zu gewährleisten, deshalb wirken sich Veränderungen im Kakaopreis zeitverzögert aus.
Einige Investoren sind der Ansicht, dass die Preisaufschläge 2025 zu weit gegangen sind und die zunehmende Volumenschwäche 2026 zu einem Verfehlen des organischen Umsatzwachstums führen könnte.
Wir sind zuversichtlich, dass sich die Volumina mittelfristig erholen. 2025 war durch aussergewöhnlich hohe Kakaokosten geprägt. Das hat branchenweit temporär auf die Nachfrage gedrückt. Zugleich sehen wir einen anhaltenden Trend zur Premiumisierung. Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld beobachten wir, dass Konsumenten vermehrt zu Qualitätsprodukten greifen. Diesen Trend bedienen wir mit unseren Marken und Produkten. Deshalb lag unser Wachstum auch deutlich über dem Marktwachstum.
Schokoladenhersteller wie Barry Callebaut arbeiten unter anderem aus Preisgründen an Alternativen zu Kakao. Ist das auch ein Weg für Lindt & Sprüngli?
Als Premium-Hersteller setzen wir seit 180 Jahren in unseren Rezepturen auf «echten» Kakao. Dies soll auch so bleiben. Gleichzeitig beteiligen wir uns an der Forschung zu Innovation im Kakaoanbau und in der Schokoladenproduktion. Unsere Partnerschaft mit der Food Brewer AG ist ein Ausdruck dieses Engagements. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit unterstützt Lindt & Sprüngli die Forschung und Entwicklung hochwertiger Kakaomasse auf Basis von Kakao-Pflanzenzellkulturen.
Dubaischokolade und Matcha sind die neusten Trend-Produkte, die Ihnen markante Umsätze bescheren. Woran tüfteln Sie als Nächstes?
Wir beobachten Markt- und Konsumententrends aufmerksam und können schnell darauf reagieren. Bei Dubai- und Tokyo-Style sehen wir mehr als einen kurzfristigen Hype. Der schnelle Start wurde von Social Media befeuert, trägt sich aber durch echten Produktmehrwert: Geschmack, Textur und Erlebnis führen dazu, dass Konsumenten diese neuen Rezepturen nicht nur ausprobieren, sondern wiederholt zugreifen.

Eigeninserat Veranstaltungen Eigeninserat Veranstaltungen

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.

Datenschutz