Im deutschen Hilden streicht Vion schon in wenigen Wochen die Flagge.
Man habe die Mitarbeitenden sowie den Betriebsrat über die geplante dauerhafte Schliessung des Rinder-Zerlegebetriebs in Hilden informiert, schreibt Vion in einer Mitteilung. Der Betrieb soll spätestens zum 28. Februar 2026 eingestellt werden, gegebenenfalls auch früher. Von der geplanten Schliessung sind rund 160 Mitarbeitende betroffen. Man werde nun Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufnehmen und zugleich Beschäftigungsalternativen innerhalb des Konzerns prüfen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Als Grund für die Schliessung nennt Vion «anhaltende strukturelle Veränderungen im Markt, die eine weitere Konsolidierung erforderlich machen». Der Konzern hatte im Sommer 2024 angekündigt, sich vom Deutschlandgeschäft zu trennen und sich stärker auf die Benelux-Staaten zu konzentrieren. Seither hat Vion mehrere deutsche Tochterbetriebe verkauft. Im Juni 2025 untersagte jedoch das Bundeskartellamt dem Interessenten Tönnies die Übernahme von Vion-Schlachthöfen (
foodaktuell berichtete).
Trotz der Schliessung des Zerlegebetriebs in Hilden verspricht Vion, die Belieferung möglichst nahtlos fortzuführen: Der überwiegende Teil der Kunden könne von anderen Vion-Standorten aus beliefert werden. Auch die Lieferanten könnten – wo erforderlich – weiterhin andere Vion-Betriebe versorgen, heisst es in der Mitteilung.