Barry Callebaut mit harzigem Start
Der Schokoladehersteller ist mit tiefen Verkäufen ins neue Jahr gestartet. Das Volumen im Segment Global Chocolate sank um 6,8 %, während der weltweite Schokoladenmarkt 6,1 % rückläufig war.
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Barry Callebaut muss bei der Präsentation der Umsatzzahlen für das erste Quartal des verschobenen Geschäftsjahrs ein unterdurchschnittliches Ergebnis mit deutlichen Volumenrückgängen in allen drei Geschäftsbereichen präsentieren. Der weltweit führende Hersteller von industrieller Schokolade leidet weiterhin unter der gedämpften Nachfrage nach den massiven Preiserhöhungen der vergangenen Jahre, wie es heute Mittwoch, 21. Januar 2026, in einer Mitteilung heisst. Zu den Kunden gehören auch Branchengrössen wie Nestlé, Kraft, Hershey, Cadbury und andere Konsumschokolade-Produzenten.
Im Bereich Global Cocoa gingen die Absatzvolumen um 22 % zurück, wie Barry Callebaut schreibt. Dies reflektiere eine schwächere Marktnachfrage sowie die strategische Fokussierung auf margenstärkere Segmente. Insgesamt verringerte sich das Absatzvolumen der Gruppe um 9,9 %, wobei sich Wachstumsbereiche wie Kakaobeschichtungen (Compounds) und die Region AMEA als widerstandsfähig erwiesen hätten.
Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 8,9 % auf 3,7 Milliarden Franken. Barry Callebaut bestätigte den Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/26 und setzt den Fokus auf die Vorbereitung einer Rückkehr zu Wachstum sowie weiterem Schuldenabbau. Sinkende Kakaopreise gelten als positives Signal für eine Stabilisierung des Marktes in der zweiten Jahreshälfte. Einen spürbaren Bremseffekt hatte zudem eine vorübergehende Produktionsunterbrechung in Nordamerika. Eine der grössten Barry-Callebaut-Fabriken im kanadischen Saint-Hyacinthe stand rund drei Wochen still, nachdem es zu einem technischen Defekt an einer Röstmaschine gekommen war. Laut Schätzungen von Analysten sank das Absatzvolumen in Nordamerika um rund 17,5 Prozent, wobei ein erheblicher Teil auf diese Störung zurückgeführt wird.
Der Konzern treibt zudem Innovationen voran, unter anderem mit rund 600 F&E-Projekten im Bereich Kakaobeschichtungen sowie dem schrittweisen internationalen Rollout von ChoViva, einer schokoladenähnlichen Alternative ohne Kakao. Ausserdem hat BC kürzlich die Partnerschaft mit dem Unternehmen Planet A Foods bekannt gegeben. Der Konzern hat zudem Hein Schumacher per 26. Januar 2026 zum neuen CEO ernannt.