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Lieferdienst Smood steht vor dem Aus

Der in Genf ansässige Essenslieferdienst Smood plant eine Einstellung seines Betriebs. Das Unternehmen, das in 25 Schweizer Städten vertreten ist und landesweit 400 Lieferanten beschäftigt, leitet eine 20-tägige Konsultationsphase über einen Sozialplan ein.

Quelle: zVg

Trotz einer Reihe von Umstrukturierungsmassnahmen lägen die Finanzergebnisse der letzten Monate unter den gesetzten Zielen, «ohne Aussicht auf eine Rückkehr zur Rentabilität», teilte Smood am Dienstag mit, ohne Zahlen zu nennen. Das Unternehmen im Besitz von Migros Genf weist darauf hin, dass es «in einem besonders angespannten Wettbewerbsmarkt tätig» sei, gekennzeichnet durch eine Konzentration der Akteure auf internationaler Ebene.
Detaillierte Massnahmen sollen nach Abschluss des Konsultations- und Verhandlungsverfahrens getroffen werden, wie Smood. schreibt. Es werde alles getan, um die Partner bei der Suche nach einer Lösung nach der möglichen Einstellung seiner Aktivitäten zu unterstützen. Vorerst setze das Unternehmen seine Aktivitäten «normal» fort. Der Zeitpunkt der Einstellung müsse noch bestätigt werden, wenn keine alternative Lösung gefunden werde.
400 Arbeitsplätze
Laut der Gewerkschaft Syndicom würde die angekündigte Einstellung von Smood zu einem Abbau von schweizweit mehr als 400 Arbeitsplätzen in der Kurierbranche führen. Betroffen wären vor allem Kurierinnen und Kuriere mit tiefen Pensen. Syndicom forderte am Dienstag den Besitzer Migros auf, seine soziale Verantwortung umfassend wahrzunehmen und interne oder externe Alternativen zu Entlassungen anzubieten.
Nach Angaben der Gewerkschaft steht eine ganze Branche vor dem Zusammenbruch. Nach Quickpac, Quickmail, DMC, Notime und Familie Wiesner Gastronomie werde Smood «zum letzten Symbol eines Marktes, der sich in einer Phase brutaler Konsolidierung befindet, in der die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den hohen Preis zahlen».

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