Gefängnisstrafe für Mars-Manager
Ein früherer Preisrisiko-Manager von Mars Wrigley wurde zu über fünf Jahren Haft verurteilt. Er hatte über ein Jahrzehnt hinweg 28 Millionen Dollar über Scheinfirmen und gefälschte Anweisungen abgezweigt.
Ein US-Gericht hat Paul R. Steed, früherer Global Price Risk Manager für Kakao bei Mars Wrigley, wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu 63 Monaten Gefängnis verurteilt. Steed hatte zwischen 2011 und 2023 über 28 Mio. Dollar vom Unternehmen abgezweigt, unter anderem durch Missbrauch eines USDA-Exportprogramms, wie das Branchenportal Confectionary Production berichtet.
Steed richtete unter anderem eine Scheinfirma ein, die Mars Chocolate North America imitierte. Darüber leitete er über 15 Mio. Dollar aus Re-Export-Gutschriften für zuckerhaltige Produkte in eigene Konten um. Auch Dividenden aus Mars’ Beteiligung an der Intercontinental Exchange (ICE) sowie deren Aktienerlös in Höhe von 11,3 Mio. Dollar liess er sich an die Scheinfirma auszahlen – gestützt auf gefälschte Dokumente.
Zudem rechnete er über eine weitere eigene Firma nie erbrachte Dienstleistungen ab und hinterzog über Jahre hinweg Steuern auf seine unrechtmässigen Einkünfte.
Das FBI, die Steuerbehörde IRS und das US-Landwirtschaftsministerium hatten gemeinsam ermittelt. Über 18 Mio. Dollar wurden bereits sichergestellt, weitere Vermögenswerte – darunter ein Haus in Greenwich und Überweisungen nach Argentinien – sollen eingezogen werden.