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Trotz höherer Preise kaufen die Europäer Schokolade

Schokolade ist in Europa in den letzten zwei Jahren im Schnitt fast einen Drittel teurer geworden. Das hält die meisten Konsumenten aber nicht vom Kauf ab, wie eine neue Studie zeigt.

Handelsmarken haben sich stärker verteuert als Markenartikel.

Quelle: Symbolbild Julia Zyablova/Unsplash

Die rekordhohen Kakaopreise haben ihre Spuren auch beim Preisschild am Schokoladenregal hinterlassen. Die Schokoladenpreise in Europa haben sich in den letzten zwei Jahren im Schnitt um 31 Prozent erhöht. Der durchschnittliche Kilopreis stieg von 13,04 Euroauf 17,06 Euro. Das zeigt eine aktuellen Marktstudie,die von NielsenIQ im Auftrag des InternationalenSüsswarenhandelsverbands Sweets Global Network durchgeführt wurde. Besonders ausgeprägt waren die Preissprünge in vielenosteuropäischen Märkten. Länder wie Kroatien, Rumänien, Ungarnoder die Slowakei verzeichneten Preissteigerungen zwischen 37 und 43Prozent. Die Schweiz wurde in der Studie nicht untersucht.
Die Preise von Handelsmarken und Markenartikeln haben sich unterschiedlich entwickelt. Handelsmarken haben sich europaweit innerhalb vonzwei Jahren mit durchschnittlich 47 Prozent deutlich stärker verteuertals Markenprodukte, die um 27 Prozent zulegten. Dennoch bleibenHandelsmarken deutlich günstiger als Markenartikel, im Schnitt 33 Prozent.
Saisonartikel haben es schwer
Trotz der deutlichen Preissteigerungen zeigt sich die Nachfrage nachSchokoladenprodukten in Europa insgesamt robust. Im rollierenden Jahr bisNovember 2025 ging der Absatz mengenmässig zwar um rund 6 Prozent zurück – deutlich weniger stark als die Preise steigen. «Die Verbraucher verzichten nicht auf Schokolade. Der Konsum sinkt, aberdeutlich weniger stark als die Preise steigen», sagte Ulrich Zuenelli,Aufsichtsratsvorsitzender von Sweets Global Network, der die Studie am Dienstag an der Wirtschaftspressekonferenz der Süsswarenmesse ISM vorstellte.
Die Segmente entwickeln sich jedoch sehr unterschiedlich. Während klassische Ganzjahresproduktewie Tafelschokolade und Riegel vergleichsweise robust bleiben, istinsbesondere in Deutschland eine spürbare Zurückhaltung beiSaisonartikeln zu beobachten. Das Oster- und Weihnachtsgeschäftentwickelte sich deutlich schwächer als in den Vorjahren. «Hier treffenhohe Preise und eine insgesamt vorsichtigere Konsumhaltungunmittelbar aufeinander», sagte Zuenelli.
Die Studie basiert auf der Entwicklung der Schokoladenpreise in 32Ländern in Europa in zwei rollierenden Jahren von November 2023 bis November2025.

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