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Niederländische Lebensmittelbranche schränkt Kinderwerbung weiter ein

Die niederländische Lebensmittelindustrie hat ihre selbst auferlegte Regeln für Werbung verschärft. Neu soll Werbung, die sich an Kinder unter 13 Jahren richtet, ganz verschwinden.

Bei unter 13-jährigen darf in den Niederlanden künftig überhaupt nicht mehr für Lebensmittel geworden werden.

Quelle: Symbolbild Amit Lahav/Unsplash

Der niederländische Lebensmittelverband FNLI hat dem Ministerium für Jugend, Prävention und Sport einen verschärften Werbekodex für Lebensmittel vorgelegt. Mit diesem Kodex verpflichten sich die Hersteller untereinander, strengere Regeln für die Vermarktung von Lebensmitteln sowohl online als auch offline einzuhalten, die sich an Kinder bis 16 Jahre richten. Damit will die Branche zu einem gesünderen Lebensstil beitragen und Übergewicht bei Kindern reduzieren, wie der Verband mitteilt.
Werbung für Lebensmittel, die sich an Kinder bis 13 Jahre richtet, ist künftig grundsätzlich verboten. Für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren dürfen nur noch Produkte beworben werden, die strengen ernährungswissenschaftlichen Kriterien entsprechen. «In der Praxis bedeutet dies, dass auch für diese Altersgruppe keine Werbung mehr für weniger gesunde Produkte wie Kekse, Süssigkeiten, Eis, zuckerhaltige Desserts, Pizza und zuckerhaltige Erfrischungsgetränke gemacht wird», schreibt der FNLI.
Zudem dürfen in Sichtweite von Schulen und Kindertagesstätten keine Werbung mehr für Lebensmittel gemacht werden, die nicht den strengeren Kriterien entsprechen. Online sollen die Unternehmen vorzugsweise nur mit zertifizierten Influencern zusammenarbeiten, die nachweislich mit den geltenden Werberegeln vertraut sind.
Die Selbstregulierungsorganisation der niederländischen Werbebranche SRC soll darüber wachen, dass der Kodex eingehalten wird.
Der verschärfte Kodex tritt am 1. Februar 2026 in Kraft. Unternehmen haben ein Jahr Zeit, um ihre Werbemassnahmen und laufenden Verträge anzupassen.
Der Werbekodex für Lebensmittel gibt es seit 2005, er wurde mehrfach verschärft. So ist es beispielsweise seit 2019 verboten, bekannte Zeichentrickfiguren in der Werbung zu verwenden.
Schweiz: Bund drängt auf Selbstregulierung
In der Schweiz will die Lebensmittel- und Werbebranche dazu bringen, freiwillig ihre an Kinder gerichtete Werbung für zu süsse, salzige oder fettige Lebensmittel zu reduzieren. Mitte Dezember 2025 hatte das BLV dazu Vertreter aus der Lebensmittel- und Werbebranche zu einem runden Tisch geladen (foodaktuell berichtete).

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