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Sieben neue Rebsorten sollen Pestizide im Weinbau massiv reduzieren

Nach 17 Jahren Züchtungsarbeit hat Agroscope sieben neue Rebsorten vorgestellt. Sie sind resistent gegen die wichtigsten Pilzkrankheiten und haben eine hohe önologische Qualität.

Die sieben neuen Weinsorten stehen den Winzerinnen und Winzern ab 2029 zur Verfügung.

Quelle: Agroscope

Die neuen Sorten sollen den Einsatz von Pestiziden deutlich senken, wie die Forschungsanstalt Agroscope am Donnerstag an der Weinbau-Fachmesse Agrovina in Martigny VS vor den Medien erklärte. Zudem sollen sie den Weinbau besser auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereiten.
Die vier weissen und drei roten Sorten heissen Forisia, Elaris, Orellis, Damona, Valpesia, Dioniso und Taranis. Ihr gemeinsames Merkmal ist eine genetisch verankerte Widerstandsfähigkeit gegen Falschen und Echten Mehltau, zwei der bedeutendsten Pilzkrankheiten im europäischen Weinbau.
Während deren Bekämpfung bislang sechs bis zehn Pflanzenschutzbehandlungen pro Jahr erfordert, kommen die neuen Reben mit ein bis zwei Anwendungen aus. Das entspricht einer Reduktion von über 80 Prozent.
Erreicht wurde dies durch die sogenannte Gen-Pyramidisierung. Dabei werden mehrere Resistenzgene in einer Rebe kombiniert, was sie robuster gegenüber den Anpassungsmechanismen der Krankheitserreger macht.
Aus Amerika und Asien
Die verwendeten Gene stammen aus amerikanischen und asiatischen Rebenarten. Von mehreren tausend seit 2009 ausgesäten Samen wurden über Jahre hinweg nur die widerstandsfähigsten und qualitativ überzeugendsten Pflanzen weiterverfolgt. Mit dieser Methode hatte Agroscope bereits früher Erfolg, unter anderem mit der Sorte Divico.
Die neuen Rebsorten wurden in Zusammenarbeit mit dem französischen Forschungsinstitut INRAE entwickelt und in unterschiedlichen Weinbauregionen der Schweiz und Frankreichs getestet. Auch in Jahren mit starkem Pilzdruck bestätigten sie ihre Widerstandskraft und ihre Eignung für die Weinproduktion, hiess es.
Nun folgt die Vermehrung durch Rebschulen. Die ersten Weine aus dieser neuen Generation resistenter Rebsorten dürften Winzerinnen und Winzern ab 2029 zur Verfügung stehen. Agroscope betont, dass resistente Sorten keine Pflicht, sondern eine zusätzliche Option für einen nachhaltigeren Weinbau darstellen.

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