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Brauerei Rosengarten Einsiedeln bleibt in Familienhand

Gerüchte um einen Verkauf der Brauerei Rosengarten machen in Einsiedeln die Runde – doch Alois Gmür winkt ab: Der Familienbetrieb bleibe zu 100 Prozent in Familienhand.

«Wir sind stolz darauf und wollen den Betrieb nicht verscherbeln». Alois Gmür macht den Gerüchten über einen möglichen Verkauf der Brauerei Rosengarten in den Medien den Garaus. Der Brauereiinhaber weist Gerüchte im «Boten der Urschweiz» klar zurück. Ein Verkauf stehe nicht zur Diskussion. Die Brauerei sei ein reiner Familienbetrieb und seit 1905 vollständig im Besitz der Familie Gmür. Übernahmeangebote von Grossbrauereien gebe es zwar, ausgelöst durch den harten Wettbewerb um Absatzmengen, sie seien jedoch kein Thema, so Gmür.
Die Unabhängigkeit der Brauerei sei zentral. Die lange Geschichte – gegründet 1872 – präge Denken und Handeln bis heute. Auch die nächste Generation sei teilweise bereits im Betrieb tätig. Finanziell stehe die Brauerei solide da, mit positiven Abschlüssen.
Dennoch spürt auch Rosengarten den Rückgang im Biermarkt. Der Gesamtmarkt verlor zuletzt rund fünf Prozent, kleine Brauereien sogar rund acht Prozent. Entlassungen seien kein Thema, offene Stellen würden jedoch nicht mehr ersetzt. Besonders stark verändert sich der Konsum: Alkoholfreies Bier wächst zweistellig, kann den Rückgang bei klassischen Bieren aber nicht ausgleichen. Auch die Gastronomie schwächelt. Schliessungen von Restaurants, weniger Ausgang bei jungen Konsumenten und sinkender Alkoholkonsum in Clubs treffen die Brauerei spürbar. Die Nachwirkungen der Covid-Zeit seien weiterhin präsent.
Insgesamt produziert Rosengarten knapp 2 Millionen Liter Bier pro Jahr und hält rund 0,5 Prozent Marktanteil in der Schweiz. Etwa 30 Prozent des Absatzes erfolgen in Einsiedeln, der Rest national – von Luzern über Zürich bis in die Romandie. Trotz Marktdruck plant Rosengarten weiter Investitionen, insbesondere im Bereich alkoholfreies Bier. Auch ein neues Sudhaus wird geprüft. Einen Investitionsstopp gebe es nicht.
Sorgen bereitet Gmür die Verpackungsentwicklung. Der Trend gehe klar zu Einweg und Dose, obwohl dies ökologisch problematisch sei. Bereits heute wird in der Schweiz rund 40 Prozent des Biers aus Dosen konsumiert.

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