Die Menschen wollen Schokolade, die ein spezielles sensorisches Erlebnis bietet.
Quelle: Barry Callebaut
Im Bericht «Top Chocolate Trends in 2026 and Beyond» hat Barry Callebaut in Zusammenarbeit mit dem Trendforscher WGSN Trends im Schokoladenmarkt analysiert. Die Auswertung basiert auf Daten von über 24'000 Konsumentinnen und Konsumenten aus 24 Ländern sowie auf Interviews mit Köchen, Chocolatiers und Branchenexperten. Hier die fünf wichtigsten Trends:
«Minorstone» Confectionery
Der erste Trend, den Barry Callebaut ausmacht, ist das Feiern von «kleinen Erfolgen». So würden über 80 Prozent der befragten Konsumentinnen und Konsumenten kleinere oder unkonventionelle Meilensteine mit Freunden und Familie feiern. Also zum Beispiel: eine Beförderung oder eine erfolgreiche Prüfung. Schokoladenhersteller wie Lindt und Nestlé sollten laut den Experten von Barry Callebaut daher Schokolade herstellen, die sich zum Verschenken und Teilen eignet.
New World Chocolate
Zweitens zeigt sich, dass Menschen immer mehr international vernetzt sind - auch wegen Social Media. Laut der Analyse sagen 58 Prozent der Befragten, dass ihre Ess- und Trinkgewohnheiten von anderen Kulturen inspiriert sind. Die Süsswarenhersteller sollten daher mit weniger bekannten Zutaten wie Hojicha aus Japan oder Tempeh aus Indonesien experimentieren, empfiehlt der Schweizer Schokogigant.
Low & No Confectionary
Unter dem dritten Trend versteht Barry Callebaut den Trend zu gesünderen Snacks. So würden 78 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten nach Lebensmitteln suchen, die ihre individuellen «Wellness-Anforderungen» erfüllen. Der Genuss soll dabei aber nicht zu kurz kommen. Marken und Detailhändler sollten also Produkte anbieten, die «Genuss und bewusste Entscheidungen in Einklang bringen». Konkret: reduzierter Zuckergehalt, kein Palmöl und keine künstlichen Süssstoffe. Das Motto: «Weniger ist mehr.»
Nutrition-Boosted Bites
Viertens stellt Barry Callebaut fest, dass Kundinnen und Kunden nährstoffreiche «bite-sized treats» wollen. 58 Prozent der Befragten würden solche Süsswaren schätzen. Eine Rolle könnte laut dem Bericht dabei auch die Ausbreitung von Abnehmspritzen spielen. Gefragt sind demnach «Single-Serve»-Süsswaren, die einzeln verpackt und mit Protein, Fasern und Vitaminen angereichert sind. Zum Beispiel: Dattel-Schokoladenbällchen.
Sensorial Confectionary
Der letzte Trend schliesst sich der populären Dubai-Schokolade an: Die Menschen wollen Schokolade, die ein spezielles sensorisches Erlebnis bietet und damit «die Sinne begeistert». Ganze 80 Prozent der Befragten suchen nach Leckereien, die optisch beeindrucken und gleichzeitig mit ihrer Textur überraschen. Schokoladenhersteller sollten sich daher beispielsweise an der Textur von Mochis - den japanischen Reisbällchen - orientieren oder geschmackliche Akzente mit der Salzigkeit von Sesam setzen.