Bei der direkten Belieferung von Gastrobetrieben machte Feldschlösschen letztes Jahr zwei Prozent mehr Umsatz.
Quelle: Feldschlösschen
Die Brauerei und Getränkefirma Feldschlösschen hat im letzten Jahr Umsatz (-3 Prozent) und Absatz (-4 Prozent) verloren. Der Grund war, dass sich Feldschlösschen wegen eines Konditionenstreits entschied, die Migros-Gruppe im November und Dezember 2025 nicht mehr zu beliefern. Bis Ende Oktober habe sich der Umsatz des gesamten Getränkeportfolios im Detailhandel stabil entwickelt, wie Feldschlösschen mitteilt. Dann hinterliess der Lieferstopp seine Spuren. Auf das Gesamtjahr betrachtet ging der Detailhandels-Umsatz von Feldschlösschen um 6 Prozent zurück, der Absatz sank um 5 Prozent. Inzwischen habe man sich mit der Migros gefunden, sagte Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz am Mittwoch an einer Onlinemedienkonferenz.
Im Gastrogeschäft konnte Feldschlösschen den Umsatz stabil halten. Zwar sank der Bierumsatz (-4 %), dafür legten andere Getränkekategorien um vier Prozent zu. Ausbauen konnte Feldschlösschen die Direktbelieferung von Gastrobetrieben mit Bier, Softdrinks, Mineralwasser und anderen Getränken, hier legte der Umsatz um 2 Prozent zu.
Neue Wachstumsfelder
Auf den seit Jahren sinkenden Konsum von alkoholhaltigem Bier reagiert Feldschlösschen seit vier Jahren mit einem strategischen Umbau. «Wir bleiben im Herzen Brauer, werden aber vermehrt zu einem umfassenden Getränkeunternehmen», sagte Thomas Amstutz. Feldschlösschen setzt dabei auf die Wachstumsfelder alkoholfreie Biere und gebraute Getränke und sowie auf einen Ausbau des Softdrink- und Wassergeschäfts.
Mit Softdrinks und Mineralwasser machte das Unternehmen letztes Jahr 11 Prozent mehr Umsatz, der Absatz wuchs um 4 Prozent. Treiber mit einem Umsatzplus von 11 Prozent war insbesondere der Ausbau der Marke Pepsi in der Schweiz, die Feldschlösschen als Lizenznehmer im Rhäzünser-Werk herstellt. Ebenfalls 11 Prozent mehr Umsatz machte das gebraute Erfrischungsgetränk Bilz Panache Naturale.
Ein Schritt hin zur CO2-neutralen Bierherstellung in Rheinfelden
Im Jahr 2025 trieb Feldschlösschen die Dekarbonisierung seiner Produktionsprozesse weiter voran und senkte den CO2-Ausstoss um 6 Prozent, vor allem durch die Umstellung der Wärmeversorgung verschiedener Standorte auf erneuerbare Energieträger. 2026 nimmt Feldschlösschen in Rheinfelden die holzschnitzelbefeuerte Dampfversorgungsheizung in Betrieb, damit steige der Anteil erneuerbarer Wärmeenergie am Standort Rheinfelden langfristig auf über 90 %, teilt Feldschlösschen mit.