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Proviande geht Schweineüberproduktion an

Der Schweinemarkt ist trotz zufriedenstellendem Schweinefleischkonsum angespannt. Nun sollen Schweinehalterinnen und Schweinehalter 20 Rappen pro Kilogramm Schlachtgewicht in einen Fonds einzahlen.

Quelle: zVg proviande

Zwar habe sich der Schweinefleischkonsum 2025 erholt, schreibt Proviande in einer Medienmitteilung. Auch betrug der Inlandanteil am verkauften Schweinefleisch weniger als 93%, wodurch Schweinehalterinnen und Schweinebauern kostendeckende Preise erzielen konnten. Doch in den letzten Wochen sei es wieder zu einer Überproduktion von Schlachtschweinen gekommen und die angestrebte Zielmenge von 44 000 Schlachtschweinen pro Woche sei zunehmend überschritten worden.
Um im kommenden Sommer und Herbst einen Schweinestau zu vermeiden, will Proviande nun kurzfristige Massnahmen, unter dem Dach des Notfallkonzeptes von Suisseporcs, einführen. So soll ab dem 16. Februar 2026 ein vorderhand unbefristeter, finanzieller Einzug von 20 Rappen pro Kilogramm Schlachtgewicht eingeführt werden, womit ein Fonds, welcher bei Proviande eingerichtet und betreut wird, gespeist werden soll.
Schweinezüchterinnen und -züchter tragen die Kosten dieses Fonds zu zwei Dritteln selber. Über die Dauer des Einzugs entscheidet die erweiterte Fachkommission von Suisseporcs. Dieses Vorgehen wurde vom Verwaltungsrat von Proviande am 6. Februar 2026 gutgeheissen. Mit den Fondsmitteln sollen Marktentlastungsmassnahmen finanziert und dadurch das Überangebot an Schlachtschweinen im Sommer und Herbst 2026 reduziert werden. Ausserdem prüft eine Arbeitsgruppe aktuell verschiedene Exportmöglichkeiten.
Mittelfristig will Proviande eine Lösung für eine marktgerechte Mengenbegrenzung vorlegen. Im Vordergrund stehen laut Mitteilung dabei die freiwillige Stilllegung von Zuchtschweineplätzen.

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