Kraft Heinz pausiert geplante Aufspaltung
Der neue CEO von Kraft Heinz legt die geplante Aufteilung des Konzerns vorerst auf Eis. Stattdessen investiert er 600 Millionen Dollar, um das Geschäft wieder rentabel zu machen.
Kraft Heinz bleibt vorläufig ein Konzern.
Quelle: zVg
Erst seit Januar ist Steve Cahillane CEO beim US-Lebensmittelkonzern Kraft Heinz. Und jetzt verordnet er dem Konzern eine strategische Kehrtwende. Die Pläne zur Aufspaltung des Konzerns werden vorerst pausiert, wie Kraft Heinz zusammen mit den Jahreszahlen mitteilte. Letzten September hatte der Konzern angekündigt, sich in zwei eigenständige Unternehmen für Lebensmittel sowie für Sossen und Aufstriche aufzuteilen.
«Meine oberste Priorität ist es, das Unternehmen wieder zu profitablem Wachstum zurückzuführen», wird Cahillane in der Mitteilung zitiert. «Daher halten wir es für sinnvoll, die Arbeiten im Zusammenhang mit der Trennung vorübergehend auszusetzen, sodass uns in diesem Jahr keine weiteren Synergieverluste entstehen.»
Cahillane kündigte an, 600 Millionen US-Dollar in Marketing, Vertrieb und Forschung und Entwicklung sowie in die Produktqualität und die Preise zu investieren, um das US-Geschäft wieder anzukurbeln. Der Konzern leidet unter der anhaltenden Konsumzurückhaltung. Angesichts hoher Preise wählen viele Konsumenten die günstigen Eigenmarken statt Markenprodukte wie Heinz Ketchup.
Im Geschäftsjahr 2025 verbuchte Kraft Heinz einen operativen Verlust von 4,7 Mrd. US-Dollar, was in erster Linie auf nicht zahlungswirksame Wertminderungsaufwendungen zurückzuführen sei, wie es in der Mitteilung heisst. Der Nettoumsatz sank um 3,5 Prozent auf 24,9 Mrd. US-Dollar.