In einem «Rindsplätzli» der JVA Realta wiesen die Behörden vor eineinhalb Jahren 67 Prozent Schweinefleisch nach.
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«Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unsere Metzgerei mit einem neuen Mitarbeitenden und überarbeiteten Abläufen auf ein neues Fundament gestellt», schrieb der Gefängnisdirektor Padruot Salzgeber am Dienstag in einer Mitteilung. Mit einem neuen System zur Warenbewirtschaftung würden nun bei der Qualitätssicherung und der Rückverfolgbarkeit neue Massstäbe gesetzt.
Die Gefängnismetzgerei wurde nach dem Vorfall vor eineinhalb Jahren geschlossen, der Metzger wurde freigestellt. Damals wiesen die Behörden in einem «Rindsplätzli» 67 Prozent Schweinefleisch nach.
Davon assen auch die rund 100 muslimischen Häftlinge im Gefängnis. Ob die Falschdeklaration fahrlässig war oder auf einen diskriminierenden Hintergrund zurückzuführen sei, untersuchte folglich die Staatsanwaltschaft, erklärte damals der zuständige Regierungsrat Peter Peyer (SP). Zum Stand der Untersuchung sagten die Behörden am Dienstag zunächst nichts.
Sie seien nun bereit für einen Neustart, so Salzgeber weiter. Bald werde im Hofladen also wieder Fleisch aus dem eigenen Betrieb erhältlich sein. Auch die Verpflegung der Insassen und Mitarbeitenden könne dann wieder mit eigenem Fleisch gewährleistet werden.