Wacholder-Nocturne überzeugte die Jury mit einem «klaren Gin-Charakter mit harmonischen Wacholder-, Zitrus- und Kräuternoten».
Quelle: zVg
Die drei Erstplatzierten (v.l.): Michael Renggli, Karin Wiebalck-Zahn, Rolf Leuthold.
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53 Gin-Praliné-Kreationen aus der ganzen Schweiz wurden beim diesjährigen Wettbewerb von einer Fachjury verköstigt. Obenaus schwang das Wacholder-Nocturne der Schaffhauser Praliné-Künstlerin Karin Wiebalck-Zahn, die in Gächlingen Pralinenkurse anbietet. Noch nie sei die Qualität der Pralinés so hoch gewesen wie bei dieser Austragung, sowohl handwerklich wie auch konzeptionell, wird Jury-Präsident Patrick Zbinden in einer Mitteilung zitiert.
Die Wettbewerbsteilnehmenden standen laut Organisatoren vor einer grossen Herausforderung, denn: «Der Gin ist eine Diva», erklärt Jurymitglied Ralf Wellauer, Corporate Pastry Chef bei Max Felchlin AG. Die Kombination aus Schokolade und Gin erfordere hohes technisches Können und sensorisches Gespür.
Die Jurierung des 3. Concours du Praliné à l’eau-de-vie, Edition Gin, fand an der Richemont Fachschule in Luzern statt. Der Concours du Praliné à l’eau-de-vie hat diese Jahr zum dritten Mal stattgefunden. Organisiert wird die Preisverleihung durch den Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband und den Verband «Die Schweizer Brenner».
Die Podestplätze
• 1. Platz: Karin Wiebalck-Zahn, Inhaberin der Firma Pralinenkurse, Gächlingen (SH) mit Wacholder-Nocturne; Distillerie Zimmerli, Hallau (SH); Gin-Praliné mit flüssigem Kern, eingebettet in ein Nuss-Wacholderbeeren-Nougat. «Das Gin-Praliné überzeugt sensorisch durch einen klaren Gin-Charakter mit harmonischen Wacholder-, Zitrus- und Kräuternoten sowie durch präzise Handwerkskunst mit sauberem Abgang und stimmigem Pairing.»
• 2. Platz: Michael Renggli, Inhaber und kreativer Kopf von Café Amrein Chocolatier, Willisau (LU) mit Essenz A; Edelwhite-Gin, Ebnet (Entlebuch); Zutaten: London-Gin (Eigenbrand), Gianduja, Willisauer-Ringli, Grand Cru Couverture (Maracaibo 65%), Mandelbiscuit, Napfmilch-Rahm, Akazienhonig. «Das Gin-Praliné begeistert durch präzise Handwerkskunst, exzellent ausbalanciertes Geschmacksprofil mit markantem Gin-Charakter und harmonischem Kakao-Abgang sowie durch innovative Textur und Formgebung.»
• 3. Platz: Confiseur Rolf Leuthold, Bäckerei Reinhard, Bolligen (BE) mit Icecube GinONI (Ischwürfel ohni Güggs); Brennerei Studer, Escholzmatt (LU); Zutaten: Milch-Couverture 38%, weisse Couverture 36%, Studer Gin alkoholfrei, Rahm, Butter, Wacholderbeeren, Koriandersamen, Grapefruitmark, Glukosesirup, Timutpfeffer, Pektin, Sorbinsäure, Kakaobutter, blaue Lebensmittelfarbe. «Das Gin-Praliné beeindruckt durch ein sauberes handwerkliches Erscheinungsbild, eine originelle kubische Form und einem klaren Wacholdercharakter, der sich harmonisch mit komplexer Couverture verbindet. Von 53 eingereichten Kreationen ist es die Einzige, welche alkoholfrei ist. Sie hat die Jury
überzeugt.»
• Spezialpreis von Pawi Packaging Schweiz AG für Ästhetik und Storytelling: Diese Auszeichnung geht ebenfalls an Karin Wiebalck-Zahn, Inhaberin der Firma Pralinenkurse in Gächlingen (SH). Kommentar der Storytelling-Jury: «Die Story von Wacholder-Nocturne ist erzählerisch und konzeptionell ausserordentlich stark. Das Zusammenspiel von Name, Story und Produktdramaturgie ist sehr stimmig.»