Milchproduzenten sprechen Cremo ihr Vertrauen aus
Der Freiburgische Milchverband (FMV), Hauptaktionär der Cremo, stellt sich öffentlich hinter den angeschlagenen Freiburger Milchverarbeiter.
Der Cremo-Hauptsitz in Villars-sur-Glâne.
Quelle: zVg
Der Freiburgische Milchverband (FMV) «bekräftigt sein Vertrauen» in die Cremo und engagierte sich an deren Seite, «um eine solide Zukunft fu?r das Unternehmen und seine Akteure zusichern». Das schreibt der Cremo-Hauptaktionär FMV in einer Mitteilung. Der Hintergrund: Vor kurzem haben zehn Freiburger Grossräte den Staatsrat aufgefordert, eine Kommission einzusetzen, die die Risiken rund um die finanzielle Lage von Cremo prüfen soll (foodaktuell berichtete). Das Unternehmen schreibt seit Jahren rote Zahlen.
Der FMV verstehe die Bedenken der Kantonsparlamentarier, heisst es in der Mitteilung. Die Schwierigkeiten der Cremo seien offensichtlich. Der Cremo-Verwaltungsrat wolle den Kurs schnell korrigieren. Das zeigten die Veränderungen an der Spitze des Unternehmens. So wurde CEO Ralph Perroud Ende November 2025 wegen ungenügender Resultate per sofort entlassen. Sein interimistischer Nachfolger Xavier Monange wurde Ende Januar 2026 als neuer Cremo-Generaldirektor bestätigt.
Der FMV nimmt laut Mitteilung den Antrag des GrossenRates, eine Kommission einzurichten, «zur Kenntnis». Der Verband bleibe offen für den Austausch mit allen Kräften des Kantons. Nur mit vereinten und engagiertenAkteuren an seiner Seite könne Cremo die bevorstehenden Herausforderungenmeistern.