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Schweiz und EU verschärfen Kontrollen für Babymilch-Zutat aus China

Die Schweiz und die Europäische Union verschärfen ihre Grenzkontrollen für eine aus China importierte Zutat für Säuglingsmilch, die mit Kontaminationen durch ein Toxin in Verbindung gebracht wird.

In Frankreich untersuchen Behörden zudem drei Todesfälle bei Säuglingen, die möglicherweise kontaminiertes Milchpulver konsumiert hatten.

Quelle: Symbolbild Lucy Wolski/Unsplash

Ab Donnerstag müssen EU-Zollbehörden die Hälfte der Sendungen mit arachidonsäurereichem Öl aus China prüfen. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten EU-Beschluss hervor. Ermittlungen in Europa hätten Hinweise geliefert, dass das Öl chinesischen Ursprungs die Quelle der Verunreinigung von Milchpulver mit dem Bakterientoxin Cereulid sei. Der Stoff stelle wahrscheinlich ein ernstes Gesundheitsrisiko dar.
Kontrollen in Zürich und Genf
Die Schweiz werde die Bestimmungen der EU übernehmen, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Dies bedeute, dass das arachidonsäurehaltige Öl aus China ebenfalls den verstärkten Grenzkontrollen für bestimmte pflanzliche Lebensmittel unterliegen werde.
Die Kontrollen finden an den beiden offiziellen Grenzkontrollstellen am Flughafen Zürich und am Flughafen Genf statt. Für die Kosten wie Gebühren der Dokumentenkontrolle und der Probenahme, die Laboranalyse oder die allfällige Vernichtung müssen die Importeure aufkommen.
Mehrere Babynahrungs-Hersteller, darunter die Schweizer Firmen Nestlé und Hochdorf, wie auch die französischen Konzerne Danone und Lactalis, riefen seit Dezember vorsorglich Säuglingsnahrung in mehr als 60 Ländern zurück. Diese war teilweise mit dem Bakteriengift Cereulid verschmutzt. Sieben europäische Staaten und die Schweiz meldeten mögliche Krankheitsfälle bei Babys mit Magen-Darm-Symptomen nach dem Verzehr entsprechender Produkte.
In Frankreich untersuchen Behörden zudem drei Todesfälle bei Säuglingen, die möglicherweise kontaminiertes Milchpulver konsumiert hatten. Ein wissenschaftlicher Zusammenhang ist bisher jedoch nicht belegt. Als Lieferant der betroffenen Zutat gilt das chinesische Unternehmen Cabio Biotech aus Wuhan.

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