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Zuckerrübenkampagne doch noch zu Ende gebracht

Über zwei Millionen Tonnen Rüben, dann der Stillstand: Nach dem Ausfall des Kalkofens in Frauenfeld rettet die Schweizer Zucker AG die Kampagne 2025/26 mit einer Interimslösung und grossem Einsatz aller Beteiligten.

In Frauenfeld ging die Rübenkampagne am 21. Februar 2026 zu Ende. (Bild: zVg)

Die Kampagne 2025/26 der Schweizer Zucker AG glich einer Achterbahnfahrt. Nach dem Start mit einer ausserordentlich guten Ernte von über zwei Millionen Tonnen Rüben und hohen Zuckergehalten kam am 23. November 2025 der jähe Einschnitt: Der Kalkofen in Frauenfeld erlitt einen irreparablen Defekt, die Fabrik stand still. «Etwas vom Gravierendsten, was passieren kann, ist der Stillstand einer Zuckerfabrik während der Kampagne», wird CEO Oliver Nussli in einer Mitteilung zitiert.
In knapp sechs Wochen gelang es dem Unternehmen, mit extern zugeführtem Branntkalk und flüssigem CO? eine Ersatzlösung aufzubauen. Statt 400 Tonnen pro Stunde verarbeitete das Werk zwischenzeitlich bis zu 350 Tonnen – bei stabiler, hoher Qualität. Parallel wurde die Logistik laufend angepasst, Rüben aus der Ostschweiz zeitweise in die zweite Zuckerfabrik im bernischen Aarberg umgeleitet. Die enge Zusammenarbeit mit Pflanzern, Transporteuren und dem Werk Aarberg habe den Fortgang der Kampagne gesichert, schreibt die Schweizer Zucker AG.
Die Rüben seien «ungeachtet der Qualität» abgeführt und «fair vergütet» worden, schreibt die Schweizer Zucker AG. Damit sei sichergestellt worden, dass die Produzenten «geringsten Schaden» erlitten.
Wegen des defekten Kalkofens dauerte die Rübenkampagne deutlich länger als sonst. Die letzte Rübe wurde am 21. Februar 2026 in Frauenfeld verarbeitet, in Aarberg am 11. Februar. Zum Vergleich: Die letzte Rübenkampagne ging in Frauenfeld am 2. Januar 2025 zu Ende, in Aarberg bereits am 21. Dezember 2024.
Für die nächste Kampagne hat die Schweizer Zucker AG vorgesorgt: Der Verwaltungsrat bewilligte noch vor Jahresende die Investition in einen neuen Kalkofen. Der Schweizer Ofenbauer Maerz soll diesen bis September 2026 installieren.

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