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Lebensmittelschutz-Initiative wurde eingereicht

Eine breite Allianz hat am Freitag mit 137'000 Unterschriften die Lebensmittelschutz-Initiative eingereicht. Diese verlangt eine Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte sowie eine umfassende Risikoprüfung für jeden Gentech-Organismus.

137'000 Menschen haben die Lebensmittelschutz-Initiative unterzeichnet, am Freitag wurde sie eingereicht.

Quelle: Caroline Krajcir/zVg

Ausserdem fordert die Initiative Schutz für die gentechnikfreie Landwirtschaft und eine Einschränkung von Patenten. «Die Menschen in der Schweiz wollen auch in Zukunft selbst entscheiden, was auf ihren Teller kommt», liess sich Martin Graf, Präsident des Vereins für gentechnikfreie Lebensmittel in einer Mitteilung am Freitag zitieren.
Hinter der Initiative stehen verschiedene landwirtschaftliche Organisationen wie Bio Suisse oder Demeter, Züchterinnen, Vertreterinnen und Vertreter des Konsumenten-, Umwelt- und Tierschutzes, der Kirche, der Wissenschaft und politischer Parteien von links bis rechts. Sie alle wollen mit der Initiative die Landwirtschaft und die Konsumenten mit klaren Leitplanken vor möglichen Risiken der Gentechnik bewahren.
Obschon die eidgenössischen Räte erst im vergangenen Jahr das seit 2005 geltende Moratorium für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen bis Ende 2030 verlängert hatten, sehen sich die Initianten mit ihrem Anliegen genau zur richtigen Zeit.
«Bundesrat Albert Rösti hat einen Vorschlag für ein Gentechnik-Spezialgesetz vorgelegt, das Mensch, Tier und Umwelt nur unzureichend schützt. Darum definiert die Initiative rote Linien, die das Vorsorgeprinzip und die Wahlfreiheit der Konsumenten garantieren», hiess es weiter. Im Spezialgesetz will der Bund neue Züchtungsverfahren wie die Genschere regeln. Für die Initianten sind auch diese neuen Verfahren Gentechnik.

Verein «Sorten für morgen» gegen «Stillstand in der Pflanzenzüchtung»
Für den Verein «Sorten für morgen», in dem neben landwirtschaftlichen Organisationen auch Migros und Coop organisiert sind, steht die Lebensmittelschutz-Initiative im Widerspruch zum Forschungsstandort Schweiz und zum Ziel einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion, wie er in einer Mitteilung schreibt. Die neuen Züchtungstechnologien würden häufig nicht mehr für die Züchtung von neuartigen Pflanzen eingesetzt, sondern für die schnellere und präzisere Züchtung von Pflanzen, die mit traditionell gezüchteten Pflanzen vergleichbar seien. Zum Beispiel böten die Methoden das Potenzial, die Pflanzen widerstandsfähiger zu machen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Deshalb müssten diese Technologien anders geregelt werden, so wie das die EU vorsieht. Der Verein begrüsst deshalb grundsätzlich, dass der Bundesrat die neuen Züchtungsmethoden in einem separaten Gesetz regulieren will.
Der Verein setzt sich nach eigenen Angaben für eine praxistaugliche Lösung, für eine sichere Koexistenz und für Wahlfreit in der Schweiz ein. Er sei dabei auch offen für Lösungsansätze von Seiten der Initianten der Lebensmittelschutz-Initiative.

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