Die Nachfrage nach Schweizer Eiern ist ungebrochen hoch, die Produktion kommt nicht nach.
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Im März 2026 zeigt sich der Schweizer Eiermarkt weiterhin angespannt: Die Produktion kann mit der sehr hohen Nachfrage nicht Schritt halten. Mit ein Grund für das Problem: Immer mehr Produzenten halten ihre Legehennen länger als ein Jahr, wie der Eierproduzentenverband Gallosuisse in seinem aktuellen Marktbericht schreibt. Diese Hennen produzieren zwar weiterhin Eier, diese erreichen jedoch nicht mehr in allen Fällen die gewünschte Qualität für Konsum-Schaleneier. Darum landet ein wachsender Anteil der Eier aus verlängerten Umtrieben in der Verarbeitung. «Damit fehlen genau jene frischen Eier, die zu Spitzenzeiten wie Ostern besonders stark nachgefragt werden», schreibt Gallosuisse.
Schweizer Eier sind also bis Ostern knapp. Das gilt auch für Bio-Eier, wo die Produktion leicht unter den Erwartungen liegt. Gleichzeitig sind die Färbelager aufgrund der guten Abverkäufe im Konsumbereich tief. Besonders angespannt ist laut Gallosuisse die Lage bei Verarbeitungseiern: Es hat nicht genug Schweizer Verarbeitungseier am Markt, fehlende Mengen müssen durch Importware ausgeglichen werden.
Eierimporte aus der Ukraine
Auch der europäische Eiermarkt bleibt unter Druck. Eine anhaltend hohe Nachfrage trifft auf ein Angebot, das durch Vogelgrippe, Herdenwechsel und den laufenden Strukturwandel deutlich eingeschränkt ist. Um die Versorgung abzusichern, greifen viele EU-Mitgliedstaaten vermehrt auf Drittlandim-porte zurück. Stark zugenommen haben insbesondere die Lieferungen aus der Ukraine, deren Exporte in die EU in den letzten Jahren um 550 % gewachsen sind, wie Gallosuisse schreibt.