Bei der muttergebundenen Kälberaufzucht (MuKa) werden neugeborene Kälber nicht von ihren Müttern
getrennt.
Quelle: Symbolbild Fachstelle MuKa
Die MuKa-Käserei in Vechigen bei Worb im Kanton Bern hat Konkurs angemeldet. Sie stellt die Produkt sofort ein, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Der Grundist laut dem Verwaltungsrat der MuKa KäsereiAG ein Listerienbefall.Im Juni und dann erneut im Herbst seien Listerien nachgewiesen worden. Für die Konsumentinnen und Konsumenten habe nie eine Gefahr bestanden, versicherte der Verwaltungsrat gegenüber der Zeitung. Der betroffene Käse habe die Käserei nicht verlassen.
Der Listerienvorfall habe aber zu«hohen Zusatzkosten und Ertragsausfällen» gefu?hrt.Gemäss Verwaltungsrat schliesst die Käserei die Milch als Ursache derListerienprobleme aufgrund von Analysen aus, wie es im Artikel heisst. Der Verwaltungsrat vermutet die Quelle in der älterenBausubstanz der Käserei. Die Ursache hätten aber auch beigezogene Experten nicht abschliessend klären können.
700 Abonnenten
Die Käserei begann vor einem Jahr als erste Schweizer MuKa-Käserei mit der Produktion, das nötige Aktienkapital wurde vom Verein Cowpassion per Crowdfunding beschafft. Die Käserei verarbeitete Milch aus der sogenannten Mutter-Kalb-Haltung. Bei dieser Haltung bleiben die Kälber die ersten zehn Monate nach der Geburt bei der Mutterkuh und saugen die Milch vom Euter. Gleichzeitig werden die Mutterkühe gemolken. Dabei fällt allerdings weniger Milch an als bei der herkömmlichen Milchproduktion. MuKa-Milch ist deshalb teurer.
Die MuKa-Käserei in Vechigen lieferte ihren Käse der Kundschaft direkt nach Hause. Laut «Berner Zeitung» bezogen ihn rund 700 Leute im Abonnement.