Oatly investiert 16 Millionen Dollar in Produktionsstandort
Der Haferdrinkhersteller Oatly investiert rund 16 Millionen US-Dollar in den Ausbau seines Produktionswerks im schwedischen Landskrona und reagiert damit auf die steigende Nachfrage.
Ziel sei es, die Kapazität der Anlagen deutlich – um mehr als 33 % – zu steigern. Damit könne die steigende Nachfrage nach pflanzenbasierten Getränken in Europa bedient werden, wie Oatly in einer Mitteilung schreibt. Durch die Erweiterung soll die jährliche Produktionskapazität von 150 Millionen auf 200 Millionen Liter ansteigen. Am Produktionshub Landskrona, der seit 2006 in Betrieb ist, werden mehr als 300 Mitarbeitende beschäftigt. Weiterhin sind laut Unternehmen dort auch mehrere zentrale Unternehmensfunktionen angesiedelt. In der Nähe befindet sich zudem das Forschungs- und Innovationszentrum in Lund. Der Standort habe in den vergangenen Jahren sowohl bei Produktionsstabilität als auch beim Kostenmanagement sehr gute Ergebnisse erzielt.
Die Investition spiegle die wachsende Nachfrage wider, wie Simon Broadbent, Senior Vice President Sustainable Operations bei Oatly, zitiert wird. In Europa ist die Nachfrage nach pflanzenbasierten Getränken im vergangenen Jahr um rund 6 % gestiegen. Oatly selbst verzeichnete in der Region zweistelliges Wachstum. Besonders stark legten Out-of-Home- und Foodservice-Kanäle zu – mit einem Plus von über 20 %.
Nach dem Ausbau wolle Oatly mehr Hafer von schwedischen Landwirten beziehen. Derzeit werden rund 70 % der Produktion aus Landskrona exportiert, unter anderem nach Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und Spanien. Die Erweiterung soll auch die Klimabilanz des Unternehmens in den Jahren 2026 und 2027 verbessern, etwa durch effizientere Beschaffung von Rohstoffen, optimierte Distribution und geringeren Energieverbrauch. Das Werk arbeitet bereits heute mit 100 % erneuerbarer Energie.
Der Baustart ist für März 2026 geplant, die Fertigstellung der Erweiterung für März 2027. Die Investition war bereits im Rahmen der Geschäftszahlen 2025 angekündigt worden. CEO Jean-Christophe Flatin verwies damals auf die strategische Neuausrichtung der Lieferkette und der Kostenstruktur in den vergangenen drei Jahren.