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Migros Zürich verkauft Tegut teilweise an Edeka

Die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) zieht sich aus dem deutschen Markt zurück. Sie will dabei einen wesentlichen Teil der deutschen Supermarktkette Tegut an den Händler Edeka verkaufen, wie die GMZ am Mittwoch mitteilte.

Die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) hat beschlossen, sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen, um ihre Kräfte vollständig auf den Schweizer Markt zu konzentrieren. So steht es in der Mitteilung der Migros Zürich von Mittwoch, 11. März. Der Vertrag mit Edeka umfasse einen grossen Teil des Netzes der rund 300 Filialen sowie das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger-Bäckerei und den Betreiber der Teo-Standorte, wie es hiess. Parallel dazu führe Migros Zürich Gespräche mit weiteren Marktteilnehmern über die Zukunft übriger Standorte. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern und Filialen weiterzuführen.
Der Rückzug erfolge nach einer strategischen Überprüfung im Zuge der Sanierung von Tegut, wie es hiess. Zwar hätten Kostensenkungen die operativen Verluste zuletzt deutlich reduziert, das Marktumfeld in Deutschland habe sich jedoch weiter verschärft und zu sinkenden Umsätzen geführt.
Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des deutschen Bundeskartellamts. Finanzielle Auswirkungen sollen im Jahresabschluss 2025 sichtbar werden und zu ausserordentlichen Belastungen führen.
Tegut war schon länger ein Sorgenkind der Migros. Ursprünglich setzte die Migros Zürich für den chronisch defizitären Einzelhändler eine Frist bis Ende 2026. Wenn die deutsche Tochter bis dahin schwarze Zahlen schreibe, habe das Unternehmen eine Zukunft - sonst nicht, hiess es früher. Im November 2024 hatte die Migros für den Tegut-Hauptsitz in Fulda einen Stellenabbau von rund einem Fünftel der Belegschaft angekündigt.

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