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Vetropack mit rückläufigen Erlösen

Das Ergebnis des Glasverpackers ist rückläufig. Belastet wurden die Zahlen durch die Schliessung des Standorts St-Prex und anhaltenden Preisdruck. Die Dividende soll reduziert werden.

Die Vetropack-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 Nettoerlöse von 778,9 Millionen Franken erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 7,5 % gegenüber dem Vorjahr (währungsbereinigt –5,9 %). Hintergrund seien ein anhaltend schwieriges Marktumfeld, Preisdruck und Überkapazitäten im Markt, schreibt Vetropack in einer Mitteilung. Das betriebliche Ergebnis lag 2025 bei 21,6 Millionen Franken, nach 34,3 Millionen im Jahr zuvor. Der Konzerngewinn sank auf 3,8 Millionen (2024: 13,7 Mio. Franken).
Das operative Ergebnis wurde laut Mitteilung zusätzlich durch einmalige Kosten von 15,9 Millionen Franken belastet, unter anderem im Zusammenhang mit der Schliessung des Standorts St-Prex, sowie durch Bewertungskorrekturen von Aktiven. Bereinigt um diese Effekte erreichte das operative Ergebnis 37,5 Millionen (2024: 58,6 Mio). Der Geldfluss aus Betriebstätigkeit belief sich auf 107,4 Mio. Franken und lag damit 20,9 % unter dem Vorjahr. Unter anderem wurden im Zuge von Kapazitätsanpassungen höhere Lagerbestände aufgebaut, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen.
Für 2026 rechnet Vetropack weiterhin mit einem herausfordernden Marktumfeld und anhaltendem Preis- und Margendruck. Bei stabilen Absatzmengen erwartet das Unternehmen Nettoerlöse unter dem Niveau von 2025. Zusätzliche Unsicherheiten erwartete das Unternehmen durch die geopolitische Lage im Nahen Osten und möglichen Preisschwankungen auf den Energiemärkten. Dank eingeleiteter Massnahmen könne die operative Gewinnmarge jedoch leicht steigen, wie es weiter heisst. Die geplanten Investitionen sollen etwa auf Vorjahresniveau bleiben. Vetropack investierte im letzten Jahr insgesamt 53,2 Millionen Franken, unter anderem in die Modernisierung der Energieversorgung an mehreren Standorten. So wurde die dritte Photovoltaikanlage im Werk Hum na Sutli (Kroatien) mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 1900 MWh realisiert. Am Standort Pöchlarn wurde eine Produktionslinie für Leichtglasflaschen aufgebaut, die dieses Jahr in Betrieb gehen soll.
Mit dem CEO-Wechsel Anfang 2026 überprüft Vetropack zudem seine Strategie. Ziel sei es, neue Initiativen für profitables Wachstum und eine stärkere Zukunftspositionierung zu definieren. Das Unternehmen will die Ergebnisse mit dem Halbjahresbericht am 21. August 2026 sowie an einem Capital Market Day vorstellen. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 22. April 2026 eine reduzierte Dividende vor, die 0.50 Franken pro Namenaktie A (2024: 1.00 Franken) und 0.10 Franken pro Namenaktie B (2024: 0.20 Franken) betragen soll. Damit soll der schwächeren Ertragslage Rechnung getragen werden.

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