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Bieterstreit um Tegut hilft der Migros

Die Abwicklung von Tegut kostet Migros Zürich hunderte Millionen Euro. Doch dank des Interesses mehrerer Händler kann der Eigentümer einen Grossteil der Standorte sowie Logistik und Nebenaktivitäten verkaufen.

Die Marke Tegut wird bis spätestens Ende Jahr vom deutschen Markt verschwinden. Dann läuft eine Patronatserklärung aus, welche die Migros Genossenschaft Zürich dazu verpflichtete, das Tegut-Geschäft weiterzuführen. Im Verkaufsprozess hat sich Edeka rund zwei Drittel der knapp 200 Filialen gesichert, darüberhinaus übernimmt Edeka das gemäss LZ-net «teure und völlig überdimensionierte» Logistikzentrum in Hünfeld-Michelstrombach und die Bäckerei Herzberger. Ferner gehen rund 40 autonome Teo-Standorte an Edeka.
Weitere Filialpakete sind in Verhandlung, wie LZ-net schreibt. Rewe gilt als aussichstreichster Kandidat für das zweitgrösste Paket. In Verhandlungen ist die Migros auch mit Aldi Nord und mit dem Smartstore-Betreiber Enso. Bei Enso ist der frühere Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet am Drücker, er interessiert sich vor allem für kleine Standorte. Patrik Pörtig, der Geschäftsführer der Migros Zürich, erwarte, dass nur wenige Standorte geschlossen werden müssen. Die Migros Genossenschaft Zürich hat mit Tegut in Deutschland nach eigenen Angaben insgesamt rund 600 Millionen Franken verloren.

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