Vivici bringt Lactoferrin aus Fermentation auf den Markt
Das niederländische Start-up Vivici führt in den USA mit Vivitein LF ein durch Präzisionsfermentation hergestelltes Lactoferrin ein. Der Inhaltsstoff soll Engpässe und hohe Kosten bei dem gefragten Molkenprotein reduzieren.
Das niederländische Zutaten-Start-up Vivici hat in den USA mit Vivitein LF ein durch Präzisionsfermentation hergestelltes Lactoferrin auf den Markt gebracht. Der Inhaltsstoff soll die seit Jahren bestehenden Liefer- und Kostenengpässe bei einem der begehrtesten funktionellen Proteine der Milchwirtschaft entschärfen, wie das Portal Foodbev schreibt.
Lactoferrin ist eine bioaktive Molkenfraktion, die mit Immunmodulation, Eisenaufnahme und der Unterstützung der Darmbarriere in Verbindung gebracht wird. Weil das Protein in der Milch nur in sehr kleinen Mengen vorkommt, ist es bislang knapp und teuer. Es wird vor allem in hochwertiger Säuglingsnahrung und in der medizinischen Ernährung eingesetzt.
Vivici produziert Lactoferrin mithilfe von Präzisionsfermentation ohne tierische Bestandteile. Dadurch soll eine höhere Reinheit sowie eine besser planbare Versorgung ermöglicht werden. In den USA hat der Inhaltsstoff bereits den GRAS-Status (Generally Recognized as Safe) erreicht, wodurch Hersteller ihn in Lebensmitteln, Getränken und Nahrungsergänzungsmitteln einsetzen können.
Vivitein LF ist nach Beta-Lactoglobulin das zweite Produkt der Vivitein-Plattform. Das Unternehmen verfolgt damit die Strategie, ein Portfolio hochwertiger Milchproteine aus Fermentation aufzubauen. Parallel baut Vivici seine Produktionskapazitäten aus, um eine globale Skalierung zu ermöglichen.