Bodenproben geben Aufschluss.
Quelle: zVg zhaw
Die Analyse ergab, dass in mehr als 99 Prozent der untersuchten Bodenproben PFAS nachweisbar sind. Der Medianwert liegt bei 2,4 Mikrogramm pro Kilogramm Boden. Damit fällt er höher aus als in einer ZHAW-Studie von 2022, die einen Median von 1,4 Mikrogramm pro Kilogramm ermittelt hatte. Der Unterschied erklärt sich laut Forschenden durch die Datengrundlage: Während die Studie von 2022 vor allem die Grundbelastung von Böden untersuchte, umfasst die neue Auswertung auch kantonale Messungen aus Siedlungsgebieten und Verdachtsflächen.
Höhere Werte an bekannten Risikostandorten
Erhöhte PFAS-Konzentrationen wurden vor allem an Standorten festgestellt, an denen Löschschaum eingesetzt wurde oder Klärschlamm ausgebracht wurde. Diese Quellen gelten seit längerem als mögliche Eintragspfade für PFAS in Böden. Auf Waldflächen oder Grasland in Berggebieten wurden dagegen deutlich niedrigere Werte gemessen. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass auch auf einzelnen Flächen mit Klärschlamm keine erhöhten Belastungen festgestellt wurden.
Grundlage für Behördenentscheidungen
Die Messdaten stammen aus kantonalen Untersuchungen sowie der Nationalen Bodenbeobachtung. Laut Studienautor Basilius Thalmann (ZHAW) liefert die Auswertung ein umfassenderes Bild der Belastungssituation. Die Resultate seien zwar nicht überraschend, würden jedoch die weite Verbreitung von PFAS in Schweizer Böden bestätigen und eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Bund und Kantone darstellen.