14 Millionen Flaschen lässt Jägermeister bei Ardagh produzieren.
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Grün ist die Jägermeister-Flasche schon lang, jetzt wird auch ihre Herstellung grüner, sprich klimafreundlicher. Seit diesem Monat produziert der Glasverpackungshersteller Ardagh Glass Packaging im deutschen Obernkirchen die Jägermeister-Flaschen in einer neuartigen Hybrid-Schmelzwanne namens NextGen Furnace. Damit lassen sich die CO2-Emissionen im Herstellungsprozess pro Flasche im Vergleich zu konventioneller Glasherstellung um 60 Prozent reduzieren, wie das Unternehmen mitteilt.
Auf der neuen Anlage sollen 14 Millionen der 0,7-Liter-Flaschen für den Kräuterlikör produziert werden. Mast-Jägermeister ist damit nach eigenen Angaben der erste Spirituosenhersteller, der auf eine CO2-reduzierte Serienproduktion seiner grünen Glasflaschen umsteigt. Die Flaschenherstellung verursacht laut dem Unternehmen rund 30 Prozent der gesamten Emissionen des Unternehmens. Bis 2030 will Mast-Jägermeister die Emissionen aus Primärverpackungen um 50 Prozent senken.
60 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien
Die Hybrid-Schmelzwanne verwendet 42 Bodenelektroden und unterscheidet sich damit fundamental von konventionellen Glasschmelzöfen. Rund 60 Prozent der eingesetzten Energie stammt aus Strom aus erneuerbaren Quellen, der Rest ist Gas. Bei konventionellen Glasschmelzöfen ist das Verhältnis etwa umgekehrt. Die Technologie hat sich bereits in der Produktion von Braunglasverpackungen bewährt und kommt nun für Jägermeister auch für Grünglas serienmässig zum Einsatz. Die neue Technologie zeigt laut Ardagh, dass elektrisch unterstütztes Schmelzen die Qualitätsanforderungen einer industriellen Glasproduktion im grossen Massstab erfülle.
Die Mast-Jägermeister ist letztes Jahr entgegen dem Branchentrend gewachsen. Insgesamt setzte das Unternehmen im Jahr 2025 fast 118 Millionen 0,7-Liter-Flaschen des Kräuterlikors ab, ein Plus von 7,7 Prozent. Die Marke ist in weltweit über 150 Märkten präsent.