Fonterra startet mit guten Zahlen ins erste Halbjahr
Fonterra hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert und will eine hohe Dividende ausschütten.
Das Fonterra-Werk in Darfield.
Quelle: zVg fonterra
Fonterra steigert das Ergebnis im ersten Halbjahr 2026. Der Gruppenumsatz lag bei 13,9 Milliarden neuseeländischen Dollar (NZD) (6,4 Milliarden Franken). Die Steigerung betrug + 1,3 Milliarden NZD. Das operative Ergebnis stieg um 124 Millionen auf 1,23 Milliarden Neuseeland-Dollar (0,56 Mio. Franken). Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich von 10,4 auf 11,2 Prozent, wie der weltgrösste Milchexporteur in einem Communiqué schreibt.
Der Nettogewinn stieg auf 729 Millionen NZD (343 Millionen Franken), was ein Plus von rund 3 % gegenüber dem Vorjahr ist. Der Gewinn je Aktie erreichte 45 Cent – bereinigt 51 Cent. Die Kapitalrendite verbesserte sich auf 11,2 % (10,4 %). Fonterra kündigt eine Zwischendividende von 24 Cent je Aktie sowie eine Sonderdividende von 16 Cent an. Auch die Prognose für den Farmgate-Milchpreis wurde angehoben. Der Preis soll zwischen 9,40 und 10,00 NZD pro Kilogramm Milchinhaltsstoffe (MS) betragen.
Weiter hob Fonterra die Jahresprognose für den Gewinn je Aktie auf 50–65 Cent an. Treiber der Entwicklung seien stabile Margen, Kostendisziplin sowie steigende globale Milchpreise, wie der Noch-CEO, Miles Hurrel, zitiert wird. Besonders die Bereiche Ingredients (Kapitalrendite 11 %) und Foodservice (12,6 %) hätten sich positiv entwickelt. Zusätzlich profitierte das Unternehmen von einer hohen Milchmenge (+4 % auf 1,565 Mio. kg MS), trotz wetterbedingter Belastungen in Neuseeland.
Der Verkauf des Consumer-Geschäfts (Mainland Group) an Lactalis für 4,22 Mrd. NZD soll Ende März 2026 abgeschlossen werden. Fonterra richtet sich künftig klar als B2B-Anbieter für Milchzutaten und Foodservice aus. Parallel investiert das Unternehmen in neue Verarbeitungskapazitäten. So unter anderem:
Protein-Hub Studholme(in Betrieb) Butterausbau Clandeboye (Start 2027) UHT-Cream Edendale(Ende 2026) Butterlinie Edgecumbe (Investition: 35 Mio. NZD)
Aber auch Fonterra sieht Risiken. Insbesondere aus geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Diese können laut dem global agierenden Unternehmen Lieferketten, Lagerbestände und Kosten beeinflussen. Zudem bleibe die Volatilität der Rohstoffmäkte hoch. Dennoch: Fonterra bestätigt mit den Zahlen seine robuste Marktposition im globalen Milchhandel. Die Kombination aus steigenden Milchpreisen, Fokus auf margenstarke Segmente und strategischem Umbau stärkt die Wettbewerbsfähigkeit – trotz unsicherem Marktumfeld.