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Grüner Nationalrat will Tiefstpreis-Aktionen bei Wein einschränken

Ausländische Weine im Detailhandel zu Tiefstpreisen zu verkaufen, sei ein reines Lockvogelangebot und schade den Schweizer Winzerinnen und Winzer, findet der Berner Nationalrat Kilian Baumann (Grüne). Mit einer Motion will er solche Aktionen unterbinden.

Solche Tiefpreisaktionen von ausländischem Wein will Nationalrat Kilian Baumann nötigenfalls per Gesetz verbieten.

Quelle: Screenshot

Tiefpreis-Aktionen bei Wein sind im Schweizer Detailhandel gang und gäbe. Das stört Kilian Baumann, der für die Berner Grünen im Nationalrat sitzt. Mit einer am 20. März eingereichten Motion will er solche Aktionen nun einschränken. Häufig stamme der zu Tiefstpreisen angebotene Wein aus dem Ausland. Dabei handle es sich um reine «Lockvogel-Angebote», um die Leute in die Läden zu bringen, argumentiert Baumann. Gleichzeitig sinke der Absatz von Schweizer Wein kontinuierlich.
Baumann beauftragt mit seiner Motion «Inländische Wertschöpfung sichern: Keine Lockvogelangebote mit Tiefstpreis-Aktionen bei Wein» deshalb den Bundesrat, Werbe- und Marketingstrategien mit Tiefstpreis-Aktionen bei Wein einzuschränken. Das soll entweder durch Zielverhandlungen mit dem Detailhandel passieren. Oder der Bundesrat soll die rechtlichen Grundlagen schaffen, um das Marketing mit Wein als Frequenzbringer zu unterbinden.
Eine Einschränkung von Werbe- und Marketingstrategien mit Tiefstpreis-Aktionen bei Wein wäre «eine konsequente Weiterführung der Strategie zur Aufwertung der inländischen Produktion von Wein, ohne dass gleichzeitig die Anstrengungen der öffentlichen Hand im Bereich des Jugendschutzes und der Gesundheitsförderung untergraben werden», schreibt Baumann in seiner Motion.
13 Ratsmitglieder der Grünen haben die Motion mitunterzeichnet.

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