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Schweizer Zucker AG erzielt nur knapp positives Ergebnis

Die Schweizer Zucker AG hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen Gewinn von nur 0,1 Millionen Franken erzielt. Damit liegt das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahr. Druck erzeugen die steigenden Zuckerimporte durch die gelockerte Swissness-Regelung.

Hauptgrund für den Gewinnrückgang seien die historisch tiefen Zuckerpreise infolge eines globalen Überangebots, schreibt die Schweizer Zucker AG in einer Mitteilung. Eine kurzfristige Erholung der Zuckerpreise sei nicht in Sicht. Hohe Produktionsmengen in Ländern wie Brasilien und Indien setzen gemäss Schweizer Zucker AG den Weltmarkt unter Druck. Entsprechend bleibe die wirtschaftliche Lage der Branche angespannt. Trotz leicht gestiegener Absatzmenge sank der Umsatz der zwei Zuckerfabriken in Aarberg und Frauenfeld deutlich auf 234,6 Millionen Franken (Vorjahr: 294,7 Millionen). Auch der Cashflow ging von 44,1 Millionen Franken auf 18,6 Millionen zurück.
Die Verkaufsmengen stiegen hingegen auf 225'800 Tonnen, davon 12'400 Tonnen Biozucker. Für 2025/26 wurden laut Mitteilung die meisten Kontrakte abgeschlossen – jedoch erneut zu tieferen Preisen. Zusätzlichen Druck erzeugen steigende Zuckerimporte sowie die gelockerte Swissness-Regelung. Da Produkte bereits mit 40 Prozent Schweizer Zucker als «schweizerisch» gelten, sinkt die Nachfrage nach inländischem Zucker.
In der Kampagne 2024 wurden aus 1,6 Mio. Tonnen Zuckerrüben rund 212 000 Tonnen Zucker produziert – etwa 10'000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Die Anbaufläche stieg zum zweiten Mal in Folge, auf aktuell 16'480 Hektar. Insgesamt waren rund 3900 Produzentinnen und Produzenten beteiligt. Auch der Bioanbau nahm leicht zu, auf 314 Hektaren. Der durchschnittliche Zuckerertrag lag bei 8,6 Tonnen pro Hektare.
In Frauenfeld wurde ein Niedertemperaturtrockner in Betrieb genommen, ergänzt durch Holzkraftwerke an beiden Standorten. Für die Kampagne 2026 ist zudem ein neuer, energieeffizienterer Kalkofen in Frauenfeld geplant. Die Kampagne 2025 konnte aufgrund des defekten Kalkofens erst im Februar 2026 abgeschlossen werden.

Milchwirtschaftliches Museum

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