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Kunststoffrecycling-Branche unter Druck

Die deutsche Industrie und Recyclingwirtschaft warnen vor einem Zusammenbruch des Kunststoffrecyclings in Europa. In einem offenen Brief fordern sie von der Politik rasche Massnahmen zur Sicherung der Branche.

Das Deutsche Verpackungsinstitut (DVI) und mehrere Unternehmen der Wertschöpfungskette warnen vor einem drohenden Zusammenbruch des Kunststoffrecyclings in Europa. In einem offenen Brief an Bundeskanzler, Wirtschafts- und Umweltministerium fordern sie einen sofortigen Dialog sowie umfassende Massnahmen zur Stabilisierung der Branche.
Hintergrund ist eine zunehmend kritische Marktsituation: Sinkende Preise für neue Kunststoffe aufgrund niedriger Rohölpreise und globaler Überkapazitäten setzen Rezyklate unter Druck, wie es in dem Brief heisst. Gleichzeitig verschärfen günstige Importe und hohe Energiekosten die Wettbewerbsnachteile europäischer Recycler. Bereits bis Ende 2025 sei fast eine Million Tonnen Recyclingkapazität verloren gegangen, die Zahl der Werksschliessungen steige weiter.
Die Folgen reichen laut den Unterzeichnern von gefährdeten Arbeitsplätzen bis hin zu Risiken für Klimaziele und die Versorgung mit Sekundärrohstoffen. Gefordert werden unter anderem steuerliche Anreize für Rezyklate, strengere Standards für Importe, Entlastungen bei Energiekosten sowie Bürokratieabbau. Ziel sei es, Materialkreisläufe in Europa zu sichern und die Branche als strategischen Wirtschaftszweig zu erhalten.

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