Walliser AOP-Raclette sorgt für Kasse
Raclette du Valais AOP ist ein kulinarisches Aushängeschild des Wallis. Und ein bedeutender Wirtschaftszweig. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie.
Raclette du Valais AOP ist ein Identitätsträger fürs Wallis.
Quelle: zVg
Die Berner Fachhochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) hat im Auftrag der Sortenorganisation Raclette du Valais AOP die Wertschöpfung der Raclette-Produktion im Kanton untersucht. Demnach betrug im Jahr 2023, aus dem die Daten stammen, die direkte Wertschöpfung von der Milchproduktion über die Verkäsung und Affinage bis zum Endverkauf 52 Millionen Franken. Der grösste Anteil davon (44 %) floss an die Milchproduzenten, gefolgt von Käsereien und Alpkäsereien (39 %) und Handel (17 %), wie es in einer Mitteilung heisst.
Mit der Produktion und Vermarktung von Raclette du Valais AOP wurde 2023 über alle Käsereien hinweg ein gewichteter Milchpreis von 98,4 Rappen pro Kilogramm erzielt. Verglichen mit der Gesamtschweiz liege dieser Preis im oberen Bereich, heisst es in der Mitteilung.
Ausserdem werde durch die Produktion von Raclette du Valais AOP auch Wertschöpfung für Dritte generiert. In den letzten Jahren seien rund 60 Millionen Franken in Neubauten und Sanierungen von Käsereien geflossen. In den kommenden fünf Jahren seien weitere Investitionen von etwa 30 Millionen Franken geplant.
Auch der Tourismus profitiert
Laut der Studie bietet das Walliser Raclette auch nicht-monetäre Mehrwerte. Als authentische Marke schaffe Raclette du Valais AOP eine starke regionale Identität, von der auch der Tourismus profitiert. Das Walliser Raclette werde als Bestandteil eines regionalen kulinarischen Erlebnisses und als Element geselliger Ereignisse wahrgenommen.
Im Jahr 2023 wurden rund 18,8 Mio. Kilogramm Milch zu etwas über 2000 Tonnen Raclette du Valais AOP verarbeitet. Zu den Produzenten gehören 25 Käsereien, drei Hofverarbeiter und 53 Alpkäsereien.