Costco könnte den Einkaufstourismus ankurbeln.
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Der Standort ist der erste ausserhalb des Grossraums Paris und liegt in unmittelbarer Nähe zu Deutschland und der Schweiz. Die geografische Nähe erhöht den Wettbewerbsdruck auf Händler in Südbaden und der Nordwestschweiz. Basel ist rund 25 Minuten entfernt, Freiburg etwa 40. In Frankreich trifft Costco auf etablierte Hypermarktketten wie Leclerc, Carrefour, Intermarché und Coopérative U, während ein grossflächiger Discounter nach deutschem Vorbild bislang fehlt. Mit dem Standort Mulhouse testet Costco die Nachfrage im grenznahen Raum, wie lz-net.de schreibt.
Der Standort bei der Autobahn A36 zeigt das typische Costco-Modell: grosse Verkaufsflächen, reduzierte Präsentation und Fokus auf Grosspackungen. Das Sortiment reicht von Mehrfachpackungen im Food-Bereich bis zu grossvolumigen Nonfood-Artikeln. Zielgruppe sind vor allem Haushalte und Gewerbekunden mit Bedarf an Vorratskäufen.
Das Konzept basiert auf einem «Warehouse-Club»-Modell. Kunden müssen vor dem Einkauf eine Mitgliedschaft abschliessen, die aktuell 36 Euro pro Jahr kostet. Dies stellt eine zusätzliche Eintrittsbarriere dar, bindet Kunden jedoch langfristig. Während der Aussenbereich mit grosszügigen Parkflächen und Ladeinfrastruktur modern gestaltet ist, zeigt sich der Innenraum funktional und stark auf Effizienz ausgerichtet. Das unterscheidet sich deutlich von klassischen französischen Hypermarkt-Konzepten mit stärkerem Fokus auf Frische und Inszenierung.