Der Salmonellenbefall war am Freitag, 3. April, durch den Produkterückruf der Grossverteiler Coop und Migros bekannt geworden. Wie die stellvertretende Luzerner Kantonschemikerin Susanne Losio am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte, wurde die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz (DILV) am Donnerstag über den Verdacht informiert, dass Käse mit Salmonellen kontaminiert sein könnte.
Der Verdacht sei am Freitag durch Analysen bestätigt worden, erklärte Losio. Darauf sei sofort ein Produkterückruf eingeleitet worden, dies in Zusammenarbeit mit den involvierten Betrieben und Vollzugsbehörden. Allfällige weitere Massnahmen seien Gegenstand der laufenden Abklärungen.
Die Käserei Landbrügg existiert gemäss ihrer Homepage seit 1894. 2020 wurde die Produktion von Emmentalerkäse aufgegeben und ein Betrieb aufgebaut, der mit lokaler Milch Spezialitäten herstellt.
Salmonellen sind Bakterien, die Lebensmittelinfektionen auslösen können. Eine Ansteckung führt häufig zu Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber und Erbrechen. Besonders gefährlich sind sie für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere, Kinder und ältere Personen, da es in schweren Fällen zu ernsthaften Komplikationen kommen kann.