Laut dem Schweizer Bauernverband soll frühzeitig auf Marktungleichgewichte reagiert werden.
Quelle: zVg
Der Milchmarkt ist erneut von Überproduktion geprägt. Dies führt zu einem deutlichen Preisverfall bei Industriemilch und belastet die Einkommen der Produzenten. Auch andere Märkte wie Schwein und Wein stehen unter Druck. Der SBV unterstützt eine Resolution von AgriJura, die ein Instrument zur flexiblen Mengensteuerung auf Betriebsebene vorsieht. Ziel sei es, frühzeitig auf Marktungleichgewichte zu reagieren und Krisen zu vermeiden, wie der SBV in einer Mitteilung schreibt.
Der SBV fordert:
- monatliche Transparenz beim Erstkauf von C-Milch
- bessere Abstimmung von Importen im Veredelungsverkehr
- stärkere Förderung von Schweizer Milch im Detailhandel
- konsequente Umsetzung der Swissness-Regeln
- Klare Bedingungen für Mercosur-Abkommen
Im Hinblick auf das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten fordert der SBV verbindliche Begleitmassnahmen. Die vorgesehenen Marktöffnungen im Agrarbereich würden die inländische Produktion zusätzlich unter Druck setzen. Der Verband stellt klar, dass eine Zustimmung nur möglich ist, wenn das Parlament ausreichende Schutzmassnahmen für die Landwirtschaft garantiert.